Flughafen Köln/Bonn: Streik am Montag – 56 Flüge gestrichen

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an den Passagier-Kontrollstellen am Flughafen Köln/Bonn für kommenden Montag, 28. Februar 2022, von 0 bis 24 Uhr zu einem Streik aufgerufen. Dadurch ist mit erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und zahlreichen Flugstreichungen zu rechnen. An den Fluggastkontrollen wird es voraussichtlich zu deutlichen Verzögerungen kommen.

Stand jetzt (Sonntag, 17:30 Uhr) sind morgen bereits 56 Flüge (39 Abflüge und 17 Ankünfte) gestrichen – und damit ein Großteil der Passagierflüge. Aller Voraussicht nach kommen weitere Flugstreichungen hinzu. Zudem ist mit Verspätungen zu rechnen, die auch über den Streikzeitraum hinaus gehen können. Auf dem regulären Flugplan des Köln Bonn Airport stehen am morgigen Montag planmäßig insgesamt 126 Passagierflüge (64 Abflüge und 62 Ankünfte).

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Fluggäste werden gebeten, sich bei ihren Airlines über den Status ihres Flugs zu erkundigen. Passagiere, deren Flüge stattfinden, bittet der Airport, frühzeitig anzureisen und möglichst auf Handgepäck zu verzichten oder dieses aufzugeben.

Hintergrund zum Streik:

In zwei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte bisher keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das jedoch weit hinter den Erwartungen der Beschäftigten zurückbleibt und Proteste der Beschäftigten provoziert.
„In Köln werden aktuell auch mindestens 100 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, um den dringenden Fachkräftebedarf zu decken. Das Arbeitgeberangebot ist dafür nicht ausreichend und gleicht noch nicht einmal die Preisentwicklung aus. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Sonst wird der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel zu arbeiten, noch größer werden.“
Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personal-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.
Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle soll bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher werden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.
Die Verhandlungen werden am 1. und 2. März 2022 in Berlin fortgesetzt.
Quelle: PM Flughafen Köln/Bonn und verdi

Eine Antwort zu “Flughafen Köln/Bonn: Streik am Montag – 56 Flüge gestrichen”

  1. Florian Matouschek sagt:

    Alles verständlich, aber eine Riesen-Sauerei, dass das auf den Rücken der Reisenden ausgetragen wird.
    Unser Flug wurde 8 Stunden vor Abflug an diesem Sonntag annulliert ! Zum Glück haben wir vor der Fahrt zum 200KM entfernten Flughafen nachgeseen, was mit unserem Flug ist. urlaub hat sich jetzt erledigt. Ärger beim Wiedererlangen der gezahlten Flugpreise, Parkhausgebühren, Stornierung des nun nicht mehr benötigten Rückflugs. Fazit : Vielen Dank VERDI.