Luftpost 456: You get what you paid for

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Foto: Fecker

Reiseforen sind voll von Beiträgen, in denen sich Touristen, Airlinekunden, Schnäppchenjäger über den bescheidenen Service auf ihrer letzten Reise beschweren. Das Bordpersonal einer ausländischen Billigairline spricht kein deutsch? Die Sitze sind alt und durchgesessen? Für das Gepäck musste man extra bezahlen? Für den Druck der Bordkarte werden einem nochmal 20 Euro abgeknöpft? Der Flug beginnt und endet an einem Sekundärflughafen weit abseits des Reiseziels? Das Gepäck musste man selbst zum Flugzeug schleppen? Bordservice nur noch gegen Bezahlung? Diesen Kunden begegne ich gerne mit einer Standardantwort: „Sehen Sie nach, wieviel Sie für Ihr Ticket bezahlt haben. Low cost, low quality. Sie haben nur das erhalten, wofür Sie bezahlt haben. Mehr nicht.“ Das begegnet uns in allen Bereichen. Erst vergangene Woche wies mich ein Bahnmitarbeiter darauf hin, als er mir trotz Erste-Klasse-Fahrschein den Einlass in die Frankfurter DB-Lounge verweigerte: „Sie haben ein Sparpreisticket. Das beinhaltet keinen Lounge-Zugang.“ Nun ja, 193 Euro hat das Ticket gekostet. Dafür habe ich Zugbindung und könnte weder umbuchen noch stornieren. You get what you pay for.

Andreas Fecker

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