Flughafen Münster/Osnabrück: Strategie stimmt – Startbahn: Hoffen auf Sieg

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Flughafen-Chef Gerd Stöwer wird im Mai 2010 wieder vor Gericht dabei sein. Kann die Startbahn am Flughafen Münster/Osnabrück danach endlich ausgebaut werden? Foto: Archiv hen / obh

Man hat intensiv diskutiert. Und sich geeinigt: Der FMO Flughafen Münster/Osnabrück wird auch künftig an seiner Geschäftsstrategie festhalten.
Die breite Aufstellung des Flugangebotes (Linienverkehr zu den Drehkreuzen, Touristikverkehr, Low-Cost-Verkehr) und die Entwicklung des Frachtverkehrs sollen auch zukünftig konsequent fortgesetzt werden. Dabei will man wie bisher auf ein nachhaltiges und somit auch wirtschaftliches Wachstum setzen. Flughafengeschäftsführer Gerd Stöwer sagte hierzu am Mittwoch bei einer Pressekonferenz: „Wir wollen unseren Flugplan weiter entwickeln und die Region damit noch besser europaweit und weltweit vernetzen. Dabei werden wir aber auch zukünftig nicht auf ein Wachstum um jeden Preis setzen, sondern die wirtschaftliche Entwicklung des Airports im Auge behalten.“
Auch der konsequente Flughafenausbau wird weiterhin einen wichtigen Stellenwert in der Geschäftspolitik des FMO einnehmen. Mit der Eröffnung des direkten Autobahnzubringers im November 2010 hat der FMO im Wettbewerb mit anderen Airports ein starkes neues Qualitätsmerkmal erhalten. Hierzu gibt es viele positive Rückmeldungen von Fluggästen, die den FMO nutzen.
Ende Mai dieses Jahres will das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster erneut über das Projekt Startbahnverlängerung (von 2170 auf 3600 Meter; Erste Bauphase 3000 Meter; Kosten 60 Mio. Euro) entscheiden. Zu der allgemeinen Diskussion zu diesem Projekt sagte Stöwer: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, derartige Zukunftsprojekte an der Verkehrsentwicklung des letzten Jahres zu messen. Hier kommt es auf langfristiges Denken in Generationen an.“ Gemäß einer durch die Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie, so Stöwer weiter, werde das Fluggastvolumen in Deutschland von heute 190 Mio. auf über 300 Mio. Fluggäste im Jahr 2025 steigen. Stöwer: „Wer in wachsenden Märkten nicht mitwächst, der bleibt nicht stehen, sondern fällt zurück.“ Deshalb müsse man in die Zukunft schauen und langfristig orientiert denken, planen und entscheiden. Der Flughafen-Chef geht davon aus, dass das Verfahren vor dem OVG in Münster gewonnen wird. Zudem sagt Stöwer voraus, dass eine zweite Berufung gegen ein Urteil des OVG Münster beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nicht zugelassen wird. Quelle: Presseinformation FMO / – HEN

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