Flughafen Dortmund ist trotz roten Zahlen zurfrieden

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Foto: Flughafen Dortmund GmbH

Der Dortmund Airport wird 2010 insgesamt gut 1,73 Millionen Passagiere abfertigen. Das ist ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr von rund 1,1 Prozent. Auch dadurch verbessert sich das wirtschaftliche Gesamtergebnis um gut vier Millionen Euro. Somit sinkt das Defizit 2010 auf 20,5 Millionen Euro. Das vorläufige Gesamtergebnis präsentierte der Dortmund Airport unter anderem am Freitagabend dem Aufsichtsrat.
„Wir liegen 2010 gut im Plan“, sagte Flughafengeschäftsführer Markus Bunk während der Aufsichtsratssitzung. Entsprechend besser fielen auch die wirtschaftlichen Ergebnisse aus: Das Defizit verringerte sich im Vergleich zu 2009 um vier Millionen Euro auf 20,5 Millionen Euro in 2010. Mit gut einem Prozent Plus und insgesamt 1,73 Millionen Reisenden sehen auch die Passagierzahlen freundlicher aus als noch vor einem Jahr. Ohne die Auswirkungen der Aschewolke und des harten Winters wäre dieser Wert sogar etwas höher ausgefallen.
Erfreulich entwickelte sich auch der Aviation-Bereich. Die Start- und Landegebühren werden von den Airlines gezahlt und bescheren dem Flughafen Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. Hintergrund: Nach dem schweren Krisenjahr 2009 wächst der internationale Luftverkehrsmarkt wieder leicht. Davon profitiert auch der Dortmund Airport. So hat beispielsweise die Wizz Air ein Passagierplus von gut zehn Prozent in diesem Jahr in Dortmund verbuchen können.
Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat die jüngste Entscheidung des Dortmunder Stadtrats zum Thema Betriebszeit anerkannt. Vor diesem Hintergrund haben die Mitglieder des Gremiums der Geschäftsführung grünes Licht gegeben, einen entsprechenden Antrag zur Änderung der Betriebsgenehmigung bei der Bezirksregierung Münster einzureichen. Ein umfassendes Papier samt allen notwendigen Unterlagen soll noch in diesem Jahr die zuständige Behörde erreichen.
Auch die moderate Verlängerung der Start- und Landebahn bleibt weiterhin ein wichtiges Thema. Bunk: „Die Bahn ist buchstäblich die Grundlage unseres Geschäftes.“ Vor diesem Hintergrund ermächtigt der Aufsichtsrat mehrheitlich den Flughafenbetreiber, „die Rahmenbedingungen für die notwendige Verlängerung kontinuierlich zu überprüfen“. Aus Marktsicht besteht nach wie vor der Bedarf, die Start- und Landebahn zu verlängern. So werden Fluggesellschaften beispielsweise künftig leisere und verbrauchsarme Flugzeuge einsetzen, die aber entsprechend schwächere Triebwerke haben und damit eine längere Startstrecke benötigen.
Gleichzeitig soll nach dem Willen der Aufsichtsräte der Flughafen Dortmund zum sogenannten Öko-Airport weiterentwickelt werden. Erste Maßnahmen sind bereits angelaufen. Erst kürzlich hatte der Flughafenbetreiber bekannt gegeben, dass Wissenschaftlern des Fraunhofer Instituts aus Dortmund den Airport bei diesem Thema unterstützen.

Dezmeber 2010 / Flughafen Dortmund

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