Flughafen Bremen: Frachtmaschine mit Schutzausrüstung aus China gelandet

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Foto: Simon Pannock

Er hat einen langen Flug hinter sich, der Airbus 330, der heute gegen ein Uhr am Bremen Airport gelandet ist. Mindestens 8.600 Kilometer Luftlinie. An Bord des Airbus 330: Schutzausrüstung für Deutschland, die in Corona-Zeiten immer wieder dringend gebraucht wird. Rückblick: Am Donnerstagmittag, nach Bremer Zeit, ist die Frachtmaschine der Wamos Air fertig beladen, vom Zoll abgefertigt und im chinesischen Hangzhou gestartet – Richtung Bremen Airport. In Auftrag gegeben hat den Sonder-Frachtflug das Bremer Unternehmen ETS Transport & Logistics GmbH.

Es ist dunkel, als die Maschine kurz nach ein Uhr auf dem Vorfeld abgestellt wird – die Entladung durch die Bremen Airport Handling beginnt trotzdem sofort. Dafür hat der Bremen Airport extra eine Parkposition für Frachtflugzeuge vor der Cargo-Halle. Das macht die Entladung durch kurze Wege schnell und effektiv. Mit dabei vor Ort ist der ETS-Luftfrachtleiter Marko Laudan. „Wir sind sehr stolz, dass wir heute die komplett beladene Maschine mit Corona-Schutzausrüstung als Direktflug von Hangzhou nach Bremen bringen können. Der letzte Direktflug von China nach Bremen war im Sommer letzten Jahres.“ Die Aufregung über den nicht-alltäglichen Vorgang ist Laudan heute Nacht anzumerken. So hatte er abends noch einen Blick auf die aktuelle Position des Flugzeugs geworfen, das sich wie geplant bereits über dem russischen Luftraum befand. Nun stand einer Landung in Bremen und einer ruhigen aber sehr kurzen Nacht nichts mehr im Wege.

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Auch nach bald einem Jahr Pandemie ist es noch kein Standardgeschäft, Corona-Schutzkleidung in großen Mengen aus China zu importieren. Gerade bei Waren aus dem Gesundheitsbereich ist der chinesische Zoll erfahrungsgemäß sehr streng. Die Logistiker von ETS kümmern sich daher mit einem Partnerbüro vor Ort in Hangzhou um einen guten Kontakt zu den lokalen Behörden, um möglich Exportverzögerungen frühzeitig zu vermeiden. Der Importweg über Bremen überzeugt die Transportprofis durch besonders kurze Bearbeitungszeiten, erläutert ETS Luftfrachtleiter Laudan: „Am Bremen Airport schätzen wir besonders die kurzen Wege zwischen unseren Flughafen-Mitarbeitern und dem Zoll und der Bremen Airport Handling GmbH. Bei gleichwertigen Kosten wie auf den deutschen Hauptverkehrsflughäfen kommt es hier nicht zu Abfertigungsstaus oder langen Standzeiten.“

Während der Passagierverkehr im vergangenen Jahr Corona-bedingt beinahe komplett zusammenbrach, sicherte der Luftfrachtumschlag die Lieferketten zur Versorgung der Bevölkerung und Industrie. Seit September 2020 gibt es im Luftfrachtverkehr nach Deutschland wieder erste Aufwärtsbewegungen und auch am Bremen Airport konnte im November 2020 ein Rekordumschlag an Frachtgütern verbucht werden: Es wurden insgesamt 875.696 Kilogramm Fracht bewegt. Sowohl das Linien- als auch das Frachtchartergeschäft entwickeln sich positiv. „Auch bei uns wird Luftfracht immer wichtiger“, ergänzt der ETS Geschäftsführer Sven E. Schoon weiter. „Als mittelständischer, bremischer Logistik-Dienstleister überzeugen wir unsere Kunden vor allem durch unseren persönlichen Einsatz und kurze Kommunikationswege. Gemeinsam mit dem Bremen Airport und der Bremen Airport Handling demonstrieren wir mit dem heute gelandeten, voll beladenen Airbus 330 beispielhaft die Leistungsfähigkeit Bremens als Logistikstandort in der Luftfracht.“

Einmal am Bremen Airport gelandet, läuft nun auch alles Weitere nach Plan: Nach 2 Stunden und 30 Minuten ist der A 330 bereits ausgeladen und die Schutzausrüstung ist in der Cargo-Halle des Flughafens sicher gelagert. Von hier geht es dann für die wichtige Fracht im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter nach ganz Deutschland und zu Menschen, die diese Schutzausrüstungen brauchen.

Quelle: PM Flughafen Bremen

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