GdF besorgt über Veränderungen in der DFS – Geschäftsführung

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Am frühen Abend des 23. Dezember 2019 gab die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) in einer sehr kurzen Meldung an die Mitarbeiter gleich zwei weitreichende Personalentscheidungen, die Geschäftsführung betreffend, bekannt. Offensichtlich waren diese Entscheidungen der Treiber einer an diesem Tag in Langen kurzfristig einberufenen Sondersitzung des Aufsichtsrates. Als Ergebnis dieser Sitzung wurde zum einen die Aufspaltung des Geschäftsbereiches Betrieb zum 01. März 2020 mitgeteilt – in einen Bereich Betrieb und einen Bereich Technik.

Somit besteht die Geschäftsführung der DFS ab 01.03.2020 aus vier verantwortlichen Geschäftsführern, eine Situation wie sie bis in die Anfangsjahre der 2000er Jahre schon einmal bestand und dann als nicht länger praktikabel verworfen wurde.

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Die Pressemitteilung der Gewerkschaft der Flugsicherung

Zum neuen Geschäftsführer Technik wurde vom Aufsichtsrat Herr Friedrich- Wilhelm Menge benannt, welcher bis zu seinem Amtsantritt noch bei den Berliner Verkehrsbetrieben als Chief Information Officer (CIO) tätig ist. Über den Grund dieser Veränderung in der Geschäftsverteilung darf sicherlich in verschiedenste Richtungen spekuliert werden, ein erklärendes Statement des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Prof. Klaus-Dieter Scheurle (CEO), ist bislang nicht erfolgt.

Viel mehr besorgt sind wir (die GdF) allerdings über den zweiten Teil der Nachricht aus der Aufsichtsratssitzung: Herr Robert Schickling, COO der DFS – dem man mit obiger Personalentscheidung einen großen Teil seines Aufgabenfelds wegnimmt – wird seine Tätigkeit bereits zum 31.01.2020 überraschend vorzeitig beenden und die DFS nach einer mehr als 28-jährigen Betriebszugehörigkeit fast schon fluchtartig verlassen.

Dieser unerwartete Schritt lässt die GdF vermuten, dass die Diskussionen der letzten Monate in der Geschäftsführung selbst und im Aufsichtsrat nicht unbedingt von Einigkeit und gemeinsamen Verständnis geprägt waren.

Für die GdF ist hier klar erkennbar, dass es um die innere Verfassung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates derzeit keinesfalls beruhigend und professionell bestellt ist. Eine persönliche Begründung für diesen spontanen Rückzug aus der Geschäftsführung steht ebenfalls noch aus. Jedoch dürften die Gründe sicherlich in Differenzen innerhalb der Geschäftsführung mit Blick auf den eingeschlagenen Weg der DFS, hier die Aufspaltung des Geschäftsbereichs Betrieb mit Focus auf das Drittgeschäft und möglichen Outsourcing-Szenarien, oder in der Zusammenarbeit in der Geschäftsführung selbst zu suchen sein.

Ganz offensichtlich war Herr Schickling nicht mehr bereit, die aktuell geplante Ausrichtung der DFS weiter mitzugehen.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung bedankt sich bei Herrn Schickling für die Jahre in denen er dem Bereich Betrieb als Geschäftsführer vorstand und für den respektvollen und ehrlichen Umgang miteinander. Darüber hinaus blickt die GdF nun sehr gespannt auf die kurzfristig anstehenden weiteren Personalentscheidungen in der Geschäftsführung sowie möglichen Änderungen in den Bereichsleitungen darunter und wie sich diese auf die Zusammenarbeit zwischen DFS und GdF auswirken.

Quelle: PM GdF

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