flybmi fällt in Insolvenz – Flughafen Rostock ohne Linienflug

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Foto: Archiv Flughafen Rostock Laage

Die schottische Regionalfluggesellschaft flybmi ist das erste Brexit-Opfer in der Luftfahrt-Branche. Am Wochenende (16.02.2019) meldete die Airline Insolvenz an. Online informiert die Fluglinie, dass mit sofortiger Wirkung alle 17 Maschinen des Typs Embraer ERJ145 und 135 am Boden bleiben. Als Grund für die Insolvenz nennt flybmi den Brexit. Resultierend daraus seien unüberwindliche Herausforderungen entstanden. Als Beispiele werden gestrichen Verträge mit Reiseveranstaltern genannt, da die Brexit-Frage bis heute nicht endgültig geklärt sei. Auch sei der Kerosinpreis aufgrund des anstehenden Brexit explodiert. Grund: Mit dem EU-Austritt fliegt Großbritannien auch aus dem Emissionshandel raus.

Deutschland spürt Airline-Pleite
Mehrere Airports in Deutschland dürften die Insolvenz zu spüren bekommen. Die Airline flog bislang nach München, Düsseldorf, Nürnberg, Saarbrücken, Hamburg, Frankfurt und Rostock-Laage. Insbesondere Rostock-Laage hat es hart getroffen. Der Regionalairport im Norden des Landes hat ab sofort keine Linienverbindung im Angebot. Flybmi war im aktuellen Winterflugplan der einzige Kunde. Dennoch soll der Airport weiterhin geöffnet bleiben.

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In einer Mitteilung schreibt der Flughafen Rostock-Laage
Der Flugbetrieb am Flughafen Rostock-Laage ist weiterhin sichergestellt. Der Flughafen ist und bleibt betriebsbereit und ist damit wichtigster Standort für Flüge nach Mecklenburg – Vorpommern. Für Schulungsflüge, Flüge der allgemeinen Luftfahrt, Charter Flüge von Reiseveranstaltern und für ad hoc – Charter für Wirtschaft oder Tourismus ist der Flughafen täglich geöffnet.

Eine langjährige und äußerst gute Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft flybmi wurde durch die Einstellung des Flugbetriebes beendet. Im letzten Jahr hat die Airline 38.439 Passagiere von und nach München befördert. Die Fluggesellschaft hat heute Nacht den Flugbetrieb eingestellt. Alle Flughäfen des flybmi-Streckennetzes sind davon betroffen.

Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage dazu: „Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass mittelfristig die erfolgreiche Strecke von Rostock nach München durch eine andere Airline ersetzt werden kann und damit der Geschäftsreisebetrieb für die Unternehmen der Region wieder sichergestellt wird.“

Quelle: airportzentrale.de/flymbi/Flughafen Rostock

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