easyJet will mehr weibliche Piloten einstellen

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Foto: Bildarchiv easyJet

Nur drei Prozent der Piloten in der kommerziellen Luftfahrt sind, nach Angaben der International Society of Women Airline Pilots, weiblich und nur 450 von ihnen haben den Rang des Kapitäns erlangt – das bedeutet, dass alle weiblichen Kapitäne in eine Airbus A380 passen würden.

Im aktuellen Geschäftsjahr waren bei easyJet bis Ende September 6 Prozent der neueingestellten Piloten Frauen. Der Anteil der weiblichen Piloten innerhalb der gesamten Pilotengemeinschaft lag bei 5 Prozent. Momentan beschäftigt die Airline 164 Pilotinnen, 64 davon sind Kapitäninnen – das sind ungefähr 14 Prozent der weltweiten weiblichen Kapitäne.

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Im Oktober 2015 startete easyJet die Amy-Johnson-Flying-Initiative mit dem Ziel, die Anzahl der weiblichen Piloten-Neueinsteiger innerhalb von zwei Jahren auf 12 Prozent zu verdoppeln.

Die Initiative war mit mehr als 600 Bewerberinnen überaus erfolgreich und daher konnte easyJet mit der Anstellung von 33 Pilotinnen das Ziel von 12 Prozent bereits innerhalb eines Jahres erreichen. Diese Pilotinnen fliegen entweder bereits für easyJet oder nehmen an Ausbildungskursen ab den kommenden Woche teil.

Angespornt durch diesen Erfolg, hat sich easyJet nun das herausfordernde Ziel gesetzt, dass 20 Prozent der von easyJet im Jahr 2020 neu eingestellten Kadettenpiloten weiblich sind. Basierend auf aktuellen Einstellungsplänen würde dies bedeuten, dass easyJet rund 50 weibliche Piloten pro Jahr rekrutieren würde.

In Zusammenarbeit mit führenden Weiterbildungsanbietern für Piloten, verfügt easyJet über ein etabliertes und umfassendes Kadettenprogramm, das sicherstellt, dass alle Kadettenpiloten, darunter die neuen easyJet-Pilotinnen, auf höchstem Niveau trainiert werden.

Das Programm umfasst weiterhin einen rigorosen Auswahlprozess, eine theoretische Ausbildung und Erstflugschulung, Simulator-Training sowie Schulungen speziell für Maschinen der easyJet-Flotte aus der Airbus A320 Familie. Mit dem Eintritt bei easyJet werden alle neuen Piloten von den erfahrensten Ausbilder-Kapitänen unterstützt. Zudem fliegen sie immer an der Seite eines easyJet-Kapitäns mit einer signifikanten Anzahl an Flugstunden. Alle easyJet-Piloten werden weiterhin regelmäßigen Flugkontrollen unterzogen und werden im Laufe ihrer Karriere fortgebildet, einschließlich der Führungsausbildung für Piloten, die genügend Erfahrung haben, um den Rang eines Kapitäns zu erlangen.

Zur Anerkennung des Rekrutierungsmeilensteins hat easyJets CEO Carolyn McCall heute ein Flugzeug nach der renommierten Pilotin Amy Johnson benannt. Die Maschine wird im gesamten easyJet-Netzwerk fliegen, um mehr Aufmerksamkeit für die Initiative zu schaffen.

„Ich freue mich sehr, heute dieses besondere Flugzeug, das nach einer der bekanntesten Fliegerinnen der Geschichte benannt wurde, enthüllen zu können“, sagte easyJet CEO Carolyn McCall während der Taufzeremonie des Flugzeugs. „Vor mehr als 50 Jahren dominierten Männer in fast allen Berufszweigen und innerhalb der letzten fünf Jahrzehnte gab es in fast jeder Branche erhebliche Fortschritte. Frauen arbeiten in Berufsfeldern wie dem Recht, der Medizin, Bildung, Finanzen und der Politik und sind hier in leitenden Positionen tätig. Jedoch hat sich die Relation bei Piloten nicht verändert und mir fällt kaum ein anderer renommierter Beruf ein, in dem Frauen so unterrepräsentiert sind. Wir möchten dies gern verstehen und alles in unserer Macht stehende tun, um dieses Ungleichgewicht abzubauen. Der Erfolg unserer Amy-Johnson-Initiative hat uns Mut gemacht, da wir sie im Oktober 2015 gestartet haben und die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass bei Frauen Nachfrage nach dem Beruf als Pilotin besteht. Jetzt, wo wir unser erstes Ziel erreicht haben, haben wir uns das neue Ziel gesetzt, dass bis 2020 20 Prozent unserer neuen Kadetten weiblich sind. Dies bedeutet, dass wir jährlich etwa 50 Pilotinnen einstellen werden, die wirklich dazu beitragen werden, das Gesicht einer ganzen Branche zu verändern. Dies ist eine langfristige Strategie, von der wir hoffen, dass sie schließlich dazu führt, dass easyJet viele weitere Pilotinnen einstellt, weiter beschäftigt und ausbildet.“

„Bei easyJet legen wir großen Wert auf Vielfalt und wir glauben daran, dass eine Belegschaft, die unsere Kunden besser widerspiegelt, unserem zukünftigen Erfolg helfen wird“, sagt Brian Tyrrell, Head of Flight Operations bei easyJet. „Eine Pilotenkarriere ist interessant und bereichernd und wir möchten, dass mehr Frauen dieser Rolle ihre Fähigkeiten beisteuern. Wir verfügen über eine ausgezeichnete Ausbildungsabteilung hier bei easyJet und bieten die Chance, viel schneller als bei vielen anderen Airlines zum Kapitän aufzusteigen. Ich möchte alle, die es in Betracht ziehen Pilot zu werden, ermutigen sich zu bewerben. Dies ist eine sehr gute Gelegenheit, um für Europas führende Airline zu arbeiten sowie unsere sehr moderne Flugzeugflotte zu fliegen, die über die neueste Technologie und ausgezeichnete Sicherheitsstandards verfügt.“

easyJet-Kapitänin Marnie Munns sagt über ihre Rolle als Pilotin: „Ich bin stolz darauf, was easyJet leistet, um diese so bereichernde Karriere Mädchen und jungen Frauen näher zu bringen. Viele meiner Kolleginnen und ich stellen die Chancen, die eine Karriere als Pilotin bietet, einem weiblichen Publikum in Schulen oder Jugendorganisationen vor. Hier bauen wir auf die Arbeit, die easyJet bereits als Mentor junger Frauen geleistet hat, auf. Wir arbeiten auch weiterhin mit den Pilotenausbildern von easyJet zusammen, um mehr Frauen dazu zu bewegen, sich für das easyJet-Kadettenprogramm zu bewerben und bieten dieses Jahr durch die Amy-Johnson-Initiative sechs weitere Stellen für Frauen an.“

„Ich freue mich sehr über die großartigen Fortschritte von easyJet bei der Rekrutierung von Pilotinnen durch die Amy-Johnson-Initiative und darüber, dass sie sich für die kommenden Jahre sogar noch höhere Ziele gesetzt hat“, sagt Luftverkehrsminister Lord Ahmad. „Die Regierung setzt sich sehr dafür ein, um die Anzahl der angestellten Frauen im Verkehrssektor zu erhöhen. Ziel ist es ebenfalls sicherzustellen, dass allen, die ihr volles Potential in einem bestimmten Beruf ausleben wollen, keine Steine in den Weg gelegt werden.“

„Wir möchten, dass Menschen die Möglichkeit haben, jede berufliche Laufbahn einzuschlagen, die sie möchten“, sagt Caroline Dinenage, Ministerin für Frauen und Chancengleichheit. „Wir möchten nicht, dass sie von der Vorstellung zurückgehalten werden, es gäbe ‚Jobs für Mädchen’ und ‚Jobs für Jungs’. Frauen sind in der Flugbranche noch immer stark unterrepräsentiert und daher ist diese Initiative so wichtig. Wir haben bei diesem Thema in den vergangenen Jahren fantastische Fortschritte gemacht – wir haben derzeit das niedrigste offizielle geschlechtsspezifische Gefälle bei Gehältern und werden Arbeitgeber ab kommenden April dazu verpflichten, ihre Lücken bei der Zahlung von Gehältern und Boni im Geschlechtervergleich offenzulegen. Wir benötigen mehr Unternehmen, die easyJets Beispiel folgen, um gegen Geschlechterstereotypen vorzugehen und mehr Frauen für ihre Berufsfelder zu begeistern. Die Vorteile sind riesig, wenn es darum geht, die Talente von Frauen aufzuzeigen – wenn wir die arbeitsbezogenen Gehaltsunterschiede bei den Geschlechtern beseitigen, könnten wir unser jährliches Bruttoinlandsprodukt 2025 um 150 Milliarden GBP steigern. Und die ist eine Chance, die sich weder die Regierung noch Unternehmen leisten können zu ignorieren.“

„Ich begrüße eine so ermutigende und positive Initiative durch die Branche“, sagt Voleta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr. „Das Erreichen von easyJets Ziel beim Anteil von Pilotinnen zeigt, dass man mit viel Engagement zugunsten aller, Dinge ändern und für mehr Chancengleichheit im Verkehrssektor sorgen kann. Ich fordere Stakeholder auf, proaktiv ähnliche Initiativen zu unterstützen und gemeinsam mit meinem Team planen wir die Bereitstellung einer Plattform, um solch gute Verfahrensweisen auf EU-Level zu teilen.“

Vielfalt bei easyJet
easyJet hat hart daran gearbeitet, eine Umgebung zu schaffen, die es Frauen ermöglicht, vielseitige Karrieren innerhalb des Unternehmens zu verfolgen. Die Airline ermutigt und unterstützt Frauen, während sie sich beruflich weiterentwickeln und versucht ihren Angestellten flexible Arbeitsbedingungen zu erleichtern, inklusive Teilzeitstellen, Home Office und Job-Sharing.

Derzeit sind etwa 35 Prozent der mittleren und führenden easyJet-Management-Positionen von Frauen besetzt, 55 Prozent der easyJet-Geschäftsführung und 22 Prozent des Vorstands von easyJet plc sind weiblich.

Quelle: PM easyJet

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