Airline-Gründer Niki Lauda holt sich NIKI zurück

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Niki Lauda Foto: Bildarchiv NIKI

Niki Lauda hat überraschend den Zuschlag für die insolvente österreichische Airline NIKI bekommen. Den Zuschlag hat die Laudamotion GmbH erhalten, heißt es vom Insolvenzverwalter. Seit Wochen hat sich Lauda für eine Übernahme Stark gemacht. Nach eigenen Angaben hat er gemeinsam mit  Thomas Cook für die Fluglinie geboten.
Damit scheint IAG jetzt raus zu sein. Eigentlich hatte schon längst die britische Muttergesellschaft von British Airways die Airline aus dem deutschen Insolvenzverfahren für die spanische Billigairline Vueling erworben (airportzentrale.de berichtete). Doch nach Beschwerde und Antrag durch das Fluggastportal „Fairplane“ wurde auch in Österreich ein eigenes Insolvenzverfahren eröffnet und es ergaben sich für Bieter neue Chancen.

Der deutsche Insolvenzverwalter Lucas Flöther betonte stets, das bestmöglichste Ergebnis aus NIKI herausholen zu wollen. Aus seiner Sicht gab die IAG das beste Angebot ab. Heute hält sich Flöther in einem kurzen Statement bedeckt:

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„Zum laufenden Investorenprozess für die NIKI Luftfahrt GmbH gebe ich – wie bei allen laufenden Investorenprozessen – grundsätzlich keinerlei Stellungnahme ab. Grundsätzlich möchte ich anmerken, dass die Zusammenarbeit zwischen der österreichischen Masseverwalterin, Frau Dr. Ulla Reisch, und mir trotz der enormen Komplexität des Verfahrens höchst konstruktiv verläuft und ein schönes Beispiel österreichisch-deutscher Kooperation auf dem Gebiet des internationalen Insolvenzrechtes ist. Trotz der schwierigen Ausgangslage arbeiten wir ausgezeichnet zusammen mit dem gemeinsamen Ziel, das bestmögliche Ergebnis für die Gläubiger der NIKI Luftfahrt GmbH zu erzielen. Und nur darauf kommt es an.“

Wie geht es jetzt weiter?
Alle Jobs der NIKI-Mitarbeiter sollen erhalten bleiben. Von der Verwaltung bis zur Technik, versprach Lauda in einem offenen Brief. Ab März soll NIKI ab Wien wieder abheben. 21 Maschinen stehen der Airline zur Verfügung.

-SP

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