Aircargo Club Deutschland: Notfallplan für die Luftfracht muss her

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Foto: airportzentrale.de

Die wirtschaftliche Lage verschärft sich aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus von Tag zu Tag mehr. Der Aircargo Club Deutschland (ACD) fordert deshalb umgehende Maßnahmen, um die internationalen Lieferketten in der Luftfracht aufrechtzuerhalten und die Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft sicherzustellen.

Die Produktion in China, wo das Coronavirus zuerst ausbrach und sich rasant ausbreitete, wird zwar sukzessive wieder hochgefahren. Jetzt fehlen aber Seefrachtkapazitäten, weil diese nach dem Ausbruch in China heruntergefahren wurden und so schnell nicht wieder verfügbar sind. Bis ein Containerschiff Europa erreicht, vergehen etwa vier bis sechs Wochen. Aus diesem Grund spielt die Luftfracht bei der Versorgung eine entscheidende Rolle. Um die Warenströme aufrechtzuerhalten und möglichst schnell abzuwickeln, fordert der Aircargo Club Deutschland deshalb eine temporäre Flexibilisierung von Nachtflugregelungen. Demnach sollen Ausnahmegenehmigungen für startende Frachtmaschinen unbürokratisch gewährt werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherstellung der personellen Kapazitäten an den Flughäfen, wie etwa Flugsicherung, Zoll, Frachthandling oder Sicherheitskontrollen für Fracht und Waren. Hierbei muss beispielsweise gewährleistet werden, dass die Crews ohne Beschränkungen hinsichtlich ihrer Größe agieren können und Einreisebeschränkungen von Frachtflugzeugen verhindert werden.

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„Wir begrüßen die Unterstützung der Bundesregierung für die Luftverkehrswirtschaft in der Coronavirus-Krise. Es ist von enormer Wichtigkeit, die Luftfrachtlieferketten in der aktuellen Situation aufrechtzuerhalten. Gerade durch Frachtflüge wird sichergestellt, dass Wirtschaft und Bevölkerung mit Waren versorgt werden. Hierfür braucht es jedoch Ausnahmegenehmigungen und die Bereitstellung von Schutzmaßnahmen, um nicht nur einen schnellen Warentransport zu garantieren, sondern auch die Mitarbeiter entsprechend zu schützen“, sagt Prof. Dr. Christopher W. Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland.

Quelle: PM ACD

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