AEROPERS – Airline Pilots Association: Ryanair bald auch in Zürich?

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Foto: Simon Pannock

Diesen Sommer wird es voraussichtlich zu einer Premiere auf dem Zürcher Flughafen kommen – die ersten „Ryanair Flugzeuge“ werden ab dann regelmässige Besucher in Kloten sein.

Die Slots der Belair werden ab diesem Zeitpunkt von Laudamotion genutzt. Laudamotion, an der Ryanair mit einem Minderheitsanteil von 24.9 % beteiligt ist, ist die Nachfolgegesellschaft von Fly Niki. Fly Niki wiederum hatte in 2017 die Belair von der insolventen Air Berlin übernommen. Die fraglichen Geschäftspraktiken werden damit auf Umwegen auch die Schweiz erreichen.

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An der 73. Jahreskonferenz des Weltpilotenverbandes IFALPA in Luxemburg haben die europäischen Pilotenverbände im Bestreben, diese Praktiken zu bekämpfen, einen Meilenstein erreicht. Per einstimmigem Beschluss wurde eine europäische, länderübergreifende „Ryanair Transnational Pilot Group“ (RTPG) gegründet. Mit diesem „Master Executive Council“ ist es nun erstmals möglich, Regelungen, die alle Ryanair Piloten in Europa betreffen, einheitlich zu verhandeln.

Die Forderungen nach direkten Anstellungsverträgen basierend auf lokalem Recht, transparenten Karriereperspektiven im gesamten Ryanair-Netzwerk und einer effektiven sowie koordinierten Vertretung aller Ryanair-Piloten, unabhängig von ihrem Stationierungsort, rücken nun noch mehr in den gemeinsamen Fokus.

Diese RTPG wird in Zukunft nicht mehr nur Informationen sammeln und diese allen Verhandlungsgremien zur Verfügung stellen, sondern auch die Gesamtarbeitsvertragsverhandlungen bei Ryanair auf europäischer Ebene koordinieren.

„Zu einer europaweit agierenden Airline gehört auch eine europäische Verhandlungskommission, um der Taktik des gegenseitigen Ausspielens zu begegnen.“, so Lukas Meyer, Präsident der AEROPERS. „Das alte Ryanair Geschäftsmodell, auf Kosten der Angestellten Geld zu verdienen, hat ausgedient. Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten, ist es nun an Ryanair auf die vereinten Piloten zuzugehen und ernstgemeinte Verhandlungen für europäische Lösungen zu beginnen.“

Quelle: PM AEROPERS – Airline Pilots Association

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