TUI-Aktionäre stimmen Kapitalmaßnahme zu – Nothilfe kann kommen

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Foto: Simon Pannock

Auf der heutigen virtuell abgehaltenen außerordentlichen Hauptversammlung der TUI AG entsprach die Präsenz einschließlich abgegebener Stimmen 44,58 Prozent des Grundkapitals. Die Aktionäre haben den drei Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt.

Der Herabsetzung des Grundkapitals von 2,56 Euro je Aktie auf 1,00 Euro je Aktie stimmten 99,59 Prozent der Aktionäre zu, die darauf folgende Kapitalerhöhung über rund 509 Millionen Euro wurde mit 97,95 Prozent verabschiedet. Dem Wandlungsrecht des WSF gemäß der Stillen Einlage I in Aktien der TUI AG stimmten 98,04 Prozent der Aktionäre zu.

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Durch die Zustimmung der Aktionäre kann der Staat jetzt umgerechnet mit bis zu 25 Prozent beim Reisekonzern einsteigen.

Die Hauptversammlung schloss um 13:28 Uhr.

Zuvor wurden bereits die übrigen Komponenten des dritten Finanzierungspakets, das am 2. Dezember 2020 angekündigt wurde, erfüllt. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und die TUI AG haben den Vertrag über zwei stille Einlagen in Höhe von insgesamt 1,091 Milliarden Euro unterschrieben. Die Maßnahmen des WSF umfassen eine stille Einlage, die in Aktien der TUI gewandelt werden kann, in Höhe von 420 Millionen Euro (Stille Einlage I). Die zweite stille Einlage beläuft sich auf 671 Millionen Euro. Die zweite stille Einlage wurde um den Betrag der noch ausstehenden staatlichen Garantien ausgeweitet wie in der ad-hoc Meldung vom 2. Dezember 2020 angekündigt. Sobald die Garantien vorliegen, wird die zweite stille Einlage entsprechend reduziert. Die EU Kommission hat dem Vertrag bereits zugestimmt.

Durch die Umsetzung der Komponenten des dritten Finanzierungspakets wird außerdem eine Verlängerung eines Teilbetrags der bestehenden KfW-Kreditlinie in Höhe von 500 Millionen Euro gewährt. Diese wäre anderenfalls am 1. April 2021 weggefallen. Der Teilbetrag hat nun ebenfalls eine Laufzeit wie die übrige bestehende KfW-Kreditlinie (Juli 2022), sobald der ausstehende Senior Bond mit den Mitteln aus der Kapitalerhöhung abgelöst wird.

Im Rahmen des dritten Finanzierungspakets beteiligt sich die KfW darüber hinaus an einer zusätzlichen Darlehensfazilität gemeinsam mit privaten Banken in Höhe von 200 Millionen Euro.

Das dritte Finanzierungspaket hat ein Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro.

Quelle: PM TUI und airportzentrale.de

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