Wie VR und AR die Zukunft des Reisens verändert

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Virtuelle Realität (VR) und erweiterte Realität (AR) sind zwei der heißesten Tech-Themen unserer Zeit. Die Technologien, die die Grenzen zwischen der echten und der virtuellen Realität wahrlich verschwinden lassen, gewinnen aktuell zunehmend an Bedeutung. Während die Technologie vor allem im Unterhaltungsbereich ihren Ursprung hat, ist sie heute in vielen weiteren Bereichen im Einsatz. Auch im Bereich des Reisens werden AR und VR in Zukunft ihren Stempel aufdrücken und die Art und Weise, wie die Menschen Reisen planen, buchen und erleben verändern. Schon heute setzen Reiseunternehmen und Fluggesellschaften die immersiven Technologien ein, um Gästen vor der Buchung eine lebensnahe Erfahrung des Reiseorts zu vermitteln, doch auch während der Reise werden AR und VR die Reisebranche mit großer Wahrscheinlichkeit langfristig verändern.

Vor der Reise: Immersive Erlebnisse bei der Buchung

Im Kleidergeschäft wird das neue Outfit zunächst anprobiert, im Elektroladen das neue Smartphone eingeschaltet – doch wie werden Reisen ausprobiert? Wo bisher Reisekataloge, Bilder, Videos und Beschreibungen eingesetzt werden, könnte in Zukunft die virtuelle Realität für eine neue Art des „Ausprobierens“ in der Reisebranche sorgen. Reisebüros und Destinationsmanager können über VR Menschen eine Destination auf lebensnahe und erlebbare Weise vorstellen. Sie können sich damit bereits am Reiseziel virtuell umgucken und so eine fundiertere Entscheidung treffen, wo sie in Realität hinreisen möchten. Jede Menge Destinationen lassen sich bereits über VR virtuell erkunden, sodass man sich einen guten Eindruck zahlreicher Reiseziele machen kann. Auf diese Weise könnten Reisende aus aller Welt auf neue Destinationen aufmerksam werden, die sie zuvor nicht auf dem Radar hatten.

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Im Bereich des Flugverkehrs kann die Technologie dagegen dafür eingesetzt werden, um Reisenden bereits vor der Flugbuchung Lounges und das Borderlebnis auf lebensnahe Weise vorzustellen. Flieger erfahren so noch besser als zuvor, was sie auf ihrer Reise erwartet, um die bevorzugte Fluggesellschaft auszuwählen. Auch in der Hotelbranche wird bereits auf VR gesetzt. Mit dem „Teleporter“-Programm von Marriott können Reisende virtuell die Hotels, die verschiedenen Zimmer, die Lobby und Einrichtungen erkunden, bevor sie sich für eines entscheiden. In diesem Zusammenhang könnte sich die Zukunft der Reiseplanung und -buchung drastisch verändern, während Verkaufsstellen zu wahrlichen Erlebniszentren werden.

Auf der Reise: Vom Inflight-Entertainment zu Erlebnissen vor Ort

Die vielen Möglichkeiten des Einsatzes der immersiven Technologien gehen auf der Reise weiter. Dies beginnt bereits beim Ankommen am Flughafen: Mithilfe von AR-Anwendungen können Reisende mithilfe ihres Smartphones auf interaktive Weise durch den Flughafen navigieren und schnell und effizient ihren Weg zu einem bestimmten Shop, Restaurant oder zum Gate finden. Auch das Flughafenpersonal könnte durch AR Passagiere schneller identifizieren und Gepäckgröße und -gewicht leichter ermitteln.

Eine Stärke von VR liegt zudem in der Unterhaltung. Dort hat sie auch ihren Ursprung, denn in der Videospielbranche konnte die neue immersive Technologie im vergangenen Jahrzehnt langsam aber sicher fußfassen. Mit immer mehr VR-Games, die auf den Markt kommen und erschwinglicheren Preisen der VR-Headsets bewegt sich VR in Richtung Mainstream und verändert die Zukunft der Spiele maßgeblich. Dies kann eine direkte Auswirkung auf das Lounge- und In-Flight-Entertainment haben. Anstatt mit dem Fernseher oder In-Seat-Bildschirm könnten Passagiere sich über Stunden hinweg in der virtuellen Welt vergnügen. Etihad hat die Entertainment-Technologie „SkyLights Aero Virtual Reality“ als neues Lounge-Entertainment-Angebot in Dubai getestet, das Wartenden in der Lounge am Flughafen die Wartezeit auf innovative und individuelle Weise versüßen soll.

Der Einsatz von AR und VR geht zudem über die Reisezeit hinaus, denn auch an der Destination selbst können die immersiven Technologien für neue Erlebnisse sorgen. Sehenswürdigkeiten können beispielsweise durch AR so dargestellt werden, wie sie zu einer anderen Zeit einmal aussahen. Über VR können Besucher virtuell in der Zeit reisen und den Ort erleben, wie er früher war. In Dresden wird zum Beispiel 2021 ein neues Angebot eingeführt, welches es ermöglicht, mithilfe von VR das Entstehen des Dresdner Zwingers zu erleben. Das Wahrzeichen der Stadt erwacht so zu neuem Leben. Durch derartige innovative und immersive Angebote wird das Angebot an der jeweiligen Destination für Reisende maßgeblich verbessert.

Die Technologien AR und VR gewinnen an Bedeutung und halten bereits heute an unterschiedlichen Ecken des Lebens der Menschen Einzug. Auch in der Reisebranche können die immersiven Erlebnisse in Zukunft für große Veränderungen sorgen, die die Art, wie gebucht und gereist wird, revolutionieren könnten.