Weltfrauentag: Flughäfen in Deutschland tragen bislang nur Männer-Namen

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Der Flughafen Willy Brandt in Berlin  -Foto: Marco Zaremba / airportzentrale.de

Anlässlich des heutigen (08.03.2022) Internationalen Frauentags macht die Reisebuchungsplattform Omio darauf aufmerksam, dass nur 4 Prozent aller Flughäfen weltweit den Namen einer Frau tragen. In Deutschland sieht es sogar noch düsterer aus: Von 37 internationalen und regionalen Flughäfen in Deutschland trägt kein einziger den Namen einer weiblichen Persönlichkeit.

Nach einer Analyse 400 Flughäfen weltweit und den entsprechenden Namenspatronen ergibt sich ein Ergebnis: Nur 16 Flughäfen tragen den Namen einer herausragenden Frau aus der Geschichte oder Gegenwart. Das ergibt einen Anteil von nur 4 Prozent.

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Mit der Benennung eines Flughafens wurden folgende Frauen gewürdigt: Königin Alia al-Hussein von Jordanien, Flugpionierin Amelia Earhart, Schauspielerin María Montez, Indonesische Nationalheldin Fatmawati, Premierministerin Indira Gandhi, Fürstin Ahilyabai Holkar, Pilotin Sabiha Gökçen, Politikerin Hillary Clinton, Königin Tamar, Königin Beatrix, Freiheitskämpferin Josefa Camejo, Freiheitskämpferin Juana Azurduy, Königin Juliana der Niederlande, Königin Sofía von Spanien, Luftfahrtpionierin Jacqueline Cochran, Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa.

Am häufigsten wurden Königinnen gewürdigt, gefolgt von Flug- und Luftfahrtpionierinnen und Politikerinnen. 5 von 16 Frauen nach denen heute ein Flughafen benannt ist, waren oder sind Königinnen. Die Mehrheit der geehrten Frauen hat im 20. Jahrhundert gelebt und gewirkt. Indien und die USA sind die einzigen Länder, in denen zwei Flughäfen nach einer Frau benannt sind.

Deutschland würdigt keine Frauen: 6 von 37 internationalen und regionalen Flughäfen in Deutschland sind nach einer Person benannt. Keiner trägt den Namen einer Frau

  • Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“, schon 2009 benannt
  • Bremen Airport “Hans Koschnick”, 2017 benannt
  • Hamburg Airport “Helmut Schmidt”, 2017 benannt
  • Flughafen Köln/Bonn „Konrad Adenauer“, 1994 benannt
  • Flughafen München „Franz Josef Strauß“, 1992 benannt
  • Flughafen Nürnberg „Albrecht Dürer“, 2014 benannt

Barbara Zesik, Personalleiterin bei Omio: “Wir leben in einer Welt, in der Chancengleichheit eine Selbstverständlichkeit sein sollte. In der Vielfalt liegt unsere ganze Stärke. Aus diesem Grund streben wir als Technologieunternehmen eine geschlechterparitätisches Team an. Im Jahr 2021 haben wir bereits ein Verhältnis von etwa 60 % Männern zu 40 % Frauen erreicht. Wir würden uns freuen, wenn mehr Frauen – so wie Amelia Earhart – durch die Namensgebung von Flughäfen geehrt würden: Hildegard von Bingen, Rosa Luxemburg, Sophie Scholl – die Liste der in Frage kommenden Frauen in Deutschland ist lang!“

Seit seiner Gründung im Jahr 2013 fördert Omio, beim Reisen neue Wege zu gehen. Als umfassendes digitales Drehkreuz, unterstützt Omio seine Kunden dabei, Europa, die Vereinigten Staaten und Kanada mit Bahn, Bus, Flug und Fähre zu erkunden. Omio ist in 37 Ländern tätig, erlaubt Buchungen in 21 Sprachen und 26 Währungen. Zusätzlich unterhalten wir mehr als 1.000 Partnerschaften zu Verkehrsanbietern und Transportunternehmen aus den Bereichen Zug, Bus, Flug und Fähre. In den letzten acht Jahren wurden mehr als 33 Millionen Tickets und Fahrkarten verkauft.

Quelle: PM Omio