Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für die Piloten der Gesellschaft für Flugzieldarstellung GmbH (GFD) erstmals einen Vergütungstarifvertrag (VTV) vereinbart. Nach einem Warnstreik im Juli sowie einer erfolgreichen Urabstimmung konnten konstruktive Gespräche aufgenommen und schließlich eine Tarifeinigung erzielt werden.
Die GFD GmbH, eine Tochtergesellschaft der Airbus Defence and Space, erbringt überwiegend Leistungen im Auftrag der Bundeswehr. Trotz der sicherheitsrelevanten und hochspezialisierten Einsätze galten für die dort beschäftigten Piloten bislang keine tarifvertraglich geregelten Vergütungs- und Arbeitsbedingungen.
„Mit dem nun erzielten Abschluss erhalten die Beschäftigten erstmals ein transparentes und verlässliches Vergütungssystem, das den hohen Qualifikationen der Piloten sowie der besonderen sicherheitsrelevanten Verantwortung ihrer Tätigkeit gerecht wird“, sagt Katharina Dieseldorff, Vizepräsidentin der Vereinigung Cockpit. „Wir freuen uns, dass in der Urabstimmung der Vergütungstarifvertrag mit 100 Prozent Zustimmung unter Beteiligung aller Mitglieder angenommen wurde.“
Der neue Vergütungstarifvertrag umfasst ein umfassendes Paket struktureller Verbesserungen. Ab dem 1. Januar 2025 werden die monatlichen Zulagen für zusätzliche Qualifikationen erhöht. Zum 1. Januar 2026 steigen die Entgelte um fünf Prozent, gleichzeitig wird eine neue Entgeltstufe 14 eingeführt. Ab dem Jahr 2027 ist eine jährliche Anpassung der Vergütung vereinbart, die der stetig steigenden Inflation Rechnung tragen wird. Ergänzt wird der Tarifvertrag durch neue Regelungen zur Vergütung von Mehrarbeit sowie durch Zuschläge für Einsätze an Wochenenden und Feiertagen.
Die VC bewertet den Tarifabschluss als wichtigen Meilenstein für die Etablierung fairer und verlässlicher Arbeitsbedingungen in der militärischen Unterstützungsfliegerei. „Wir begrüßen, dass das Unternehmen bereit war, diesen Weg mitzugehen. Der Vergütungstarifvertrag schafft Stabilität für beide Seiten und bildet einen verlässlichen Rahmen, der der besonderen Einsatzrealität der GFD gerecht wird“, so Dieseldorff abschließend.
