Vereinigung Cockpit nach Ende für SunExpress Deutschland: Eigentümer müssen Verantwortung für den Erhalt der Arbeitsplätze übernehmen

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Nach dem Aus für SunExpress Deutchland meldet sich die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit zu Wort:

Die Anteilseigner dürfen keine vorschnellen Entscheidungen zu Lasten des Personals treffen, solange nicht klar ist, wie der touristische Verkehr innerhalb des Lufthansa-Konzerns neu strukturiert werden soll. Die Vereinigung Cockpit kritisiert die heutige Ankündigung, den Flugbetrieb der SunExpress Deutschland abzuwickeln. Insgesamt sind rund 1200 Stellen betroffen, davon etwa 360 im Cockpit.

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Markus Wahl, Präsident der Vereinigung Cockpit sagt zu den Plänen:

„Wir sind erschüttert von der Ankündigung der Unternehmensführung, den deutschen Teil der SunExpress zu schließen und die Mitarbeiter ab 01. September zu kündigen. Die Lufthansa trägt durch ihre Beteiligung an SunExpress auch soziale Verantwortung für die Belegschaft. Dies vor allem auch, da die Hälfte der Flotte für die Lufthansa-Tochter Eurowings und zwei weitere Maschinen für die Lufthansa direkt geflogen sind. Wer mit, für oder innerhalb der Lufthansa-Group geflogen ist, sollte auch wie die Lufthansa die Chance bekommen, wieder zu fliegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SunExpress sollen hier aber massiv schlechter gestellt werden. Das weitere Vorgehen des Unternehmens ist ebenso unklar wie mögliche Perspektiven für das Personal. Vor diesem Hintergrund und zeitlich noch vor der außerordentlichen Lufthansa-Hauptversammlung am Donnerstag nun Pläne für Kündigungen zu veröffentlichen, zeugt von mangelndem Respekt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Die Tarifkommission der Vereinigung Cockpit wird zeitnah Gespräche mit der Geschäftsführung aufnehmen, um offene Fragen zu klären und einen Sozialplan zu entwickeln. Ziel ist es, Weiterbeschäftigungs- und Umschulungsperspektiven für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden.

Quelle: PM VC

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