Vereinigung Cockpit meldet: Ryanair Pilot Group fordert Management zu Verhandlungen über Arbeitsbedingungen auf

Werbung
Foto: Dierk Wuensche

Heute Vormittag hat die erste Pressekonferenz der Ryanair Pilot Group (RPG) stattgefunden. Vertreter des RPG-Interimsrats stellten Ziele und Forderungen des Ryanair-Pilotenverbandes vor und forderten das Management der Fluggesellschaft auf, über bessere Arbeitsbedingungen für die Piloten bei Ryanair zu verhandeln.

Die RPG ist auf Initiative von Ryanair Piloten und mit Unterstützung des europäischen Pilotenverbandes ECA sowie dessen Mitgliedsorganisationen gegründet worden. Zum jetzigen Zeitpunkt vertritt die RPG mehr als 50 Prozent der Piloten, die für Ryanair fliegen. In einer Umfrage unter ihren Mitgliedern hat die RPG die fünf wesentlichen Themen identifiziert, mit denen sich ihre Vertretung auseinandersetzen soll:

Werbung

Hinweis in eigener Sache
Der neue airportzentrale.de - Newsletter ist da
Jetzt kostenlos abonnieren

– Festanstellungen für alle bei Ryanair beschäftigten Piloten, die die rechtlichen Anforderungen derjenigen Länder erfüllen, in denen sie stationiert sind. Momentan sind nach Angabe der RPG über 72 Prozent der Piloten bei Ryanair als sog. „Vertragspiloten“ („Contract Pilots“) über Agenturen beschäftigt.

– Probleme hinsichtlich Steuerfragen, die sich aus dem Vertragspiloten-Beschäftigungsmodell von Ryanair ergeben, müssen von Ryanair – nicht von den einzelnen Piloten – gelöst werden. Derzeit besteht aufgrund von Gerichts- und Ermittlungsverfahren in zahlreichen europäischen Ländern große Unsicherheit innerhalb der Ryanairbelegschaft.
– Es muss ein transparentes System für Abwesenheit durch Urlaube etc. geschaffen werden.
– Die Stationierung an einer anderen Basis muss auf der Grundlage von Senioritätslisten, die sich am Eintrittszeitpunkt in das Unternehmen orientieren, geregelt werden.
– Alle Piloten, die aufgrund ihrer Mitwirkung bei der Etablierung der RPG mit Sanktionen bedroht oder diszipliniert wurden, müssen rehabilitiert werden.

Das aktuelle Beschäftigungsmodell bei Ryanair sorgt innerhalb der Pilotenschaft für Unsicherheit und setzt die Beschäftigten unter Druck. Laufende Gerichts- und Ermittlungsverfahren in diversen europäischen Ländern zeigen, wie unklar die Situation für die Ryanairbeschäftigten derzeit ist. Die RPG fordert das Ryanair Management auf, diese Unsicherheiten – auch im Interesse der Flugsicherheit – für die Piloten zu beseitigen und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die den Piloten bei Ryanair planbare Karrieren ermöglichen.

Quelle: PRESSEINFORMATION Vereinigung Cockpit e.V.