Vereinigung Cockpit: Keine Einigung zwischen Lufthansa und Piloten-Krisenpaket

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Trotz wochenlanger Verhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit (VC) und der Deutschen Lufthansa konnte bisher keine Einigung erzielt werden. Die Piloten der Lufthansa, Germanwings, Lufthansa Cargo und der Lufthansa Aviation Training hatten bereits Ende April ein Angebot in Höhe von 350 Millionen Euro unterbreitet. Einzige Bedingung des Cockpitpersonals war, während der Krise Arbeitsplätze zu sichern und diesen Betrag nicht dazu zu verwenden, die geltenden Tarifbedingungen durch den Aufbau neuer Plattformen zu unterminieren.

Das in Eckpunkten ausgehandelte Krisenpaket würde mit den bisher umgesetzten Maßnahmen cockpitseitig zu Einsparungen in Gesamthöhe von 850 Millionen Euro bis Juni 2022 führen. Gleichzeitig würde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen vereinbart. Trotz der enormen Zugeständnisse konnte bisher kein für die VC akzeptabler Arbeitsplatzschutz erzielt werden.

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Die VC fordert vom Konzernvorstand ein klares Bekenntnis zum eigenen Personal und hätte sich gerade auch im Hinblick auf die morgige Hauptversammlung eine Einigung gewünscht und wird weiter an einer solchen arbeiten. Dennoch appelliert die VC eindringlich an alle Aktionäre, dem Rettungspaket zuzustimmen und steht bereit, die Verhandlungen weiterzuführen.

„Es geht um mehr als hunderttausend Menschen und ihre Familien, deren Existenz am Fortbestand der Lufthansa hängt. Die Ablehnung des Rettungspakets würde die Marktstellung der Lufthansa dauerhaft schädigen und ein Überleben des Unternehmens gefährden“, so Markus Wahl, Präsident der VC.

Quelle: PM VC

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