VC erklärt Verhandlungen mit Lufthansa zur betrieblichen Altersversorgung als gescheitert

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Foto: airportzentrale.de

Nach sieben ergebnislosen Verhandlungsrunden mit Lufthansa und Lufthansa Cargo wurden die Gespräche über einem neuen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung (TV Rente) für gescheitert erklärt. Das teilte die Gewerkschaft VC heute mit.

„Die Arbeitgeberseite zeigte von Beginn an keine ernsthafte Bereitschaft, die betriebliche Altersversorgung (bAV) auf ein verlässliches Niveau anzuheben. Statt konstruktiver Lösungen wurden nur Modelle auf Kosten der Beschäftigten präsentiert. Substanzielle Verbesserungen wurden nicht angeboten“, sagt Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit.


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Zum Hintergrund: Bis 2017 erhielten Pilotinnen und Piloten eine klassische Betriebsrente mit garantierten Auszahlungen. Auf Drängen des Arbeitgebers wurde diese durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt, welches das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehlt. Die betriebliche Altersvorsorge ist für Pilotinnen und Piloten ein zentraler Baustein der Absicherung – mindestens genauso wichtig wie die gesetzliche Rente.

Trotz mehrfach gezeigter Kompromissbereitschaft der Group-Tarifkommission (GTK), blieb die Arbeitgeberseite bei ihrer starren Verweigerungshaltung „Während Lufthansa Milliardengewinne erzielt und Dividenden ankündigt, verweist sie bei der bAV auf angebliche Finanzierungsgrenzen. Dieses Vorgehen ist nicht nur widersprüchlich, sondern wird auch denjenigen, die mit ihrer Arbeit den Erfolg des Konzerns sichern, nicht gerecht“, so Pinheiro.

Info: Die Group-Tarifkommission (GTK) wurde 2023 gegründet, um die Interessen aller Pilotinnen und Piloten der Lufthansa Group flugbetriebsübergreifend zu bündeln. Sie setzt sich aus Vertretenden der einzelnen Flugbetriebs-Tarifkommissionen (FTK) zusammen. Ziel ist es, die Konditionen aller Piloten besser zu schützen und ein Gegeneinander der Belegschaften zu verhindern.

Die GTK hat den Vorstand der Vereinigung Cockpit gebeten, eine Urabstimmung einzuleiten. „Dieser Schritt ist uns nicht leichtgefallen – aber er war notwendig. Wir akzeptieren das kapitalmarktorientierte System, aber wenn die Rendite nicht reicht, muss die Arbeitgeberseite höhere Beiträge leisten“, sagt GTK-Sprecher Arne Karstens abschließend.

Quelle: PM VC