TUI zieht Jahresbilanz – Ziele übertroffen

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Foto: Simon Pannock

Die TUI Group hat die versprochenen Ergebnisziele für das Gesamtjahr übertroffen. „Das erste Geschäftsjahr nach der Neuaufstellung der TUI Group wurde sehr erfolgreich abgeschlossen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Fritz Joussen. Das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) stieg um 22,9 Prozent auf 1,069 Milliarden Euro (Vorjahr 870 Millionen Euro). Auf Basis konstanter Wechselkurse wurden 1,004 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Plus von 15,4 Prozent und liegt ebenfalls über dem avisierten Korridor (12,5 bis 15,0 Prozent). In der Touristik trugen die Region Nord, Hotels & Resorts und die Kreuzfahrtsparte zum Wachstum bei und erzielten deutliche Ergebnisanstiege. Die geplante Wertsteigerung durch profitables Wachstum wurde umgesetzt: der Konzernumsatz konnte um 8,0 Prozent auf 20,01 Milliarden Euro verbessert werden (Vorjahr: 18,54 Milliarden Euro) – ohne Wechselkurseffekte ergibt sich ein Plus von 3,6 Prozent auf 19,20 Milliarden Euro. Aufgrund der sehr guten operativen Entwicklung, niedrigerer Zinslasten sowie positiver Steuereffekte wurde der Konzerngewinn vor Minderheiten und den nicht-fortgeführten Geschäftseinheiten mit 448,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert um 56,7 Prozent verbessert (Vorjahr 286,2 Millionen Euro). Fritz Joussen: „Unsere 76.000 Mitarbeiter in 130 Länder mussten einiges meistern: die Integration nach dem Zusammenschluss sowie Wachstum trotz geopolitischer Herausforderungen. Wir haben geliefert, was wir versprochen haben und unsere ambitionierten Ziele übertroffen. Unser integriertes Geschäftsmodell und die neuen Strukturen haben den Konzern gestärkt und das Wachstum beschleunigt. Der Kurs stimmt. Ich bin zuversichtlich, dass wir künftig weiter ein nachhaltiges profitables Wachstum für den Konzern erreichen können – das schafft Wert für unsere Aktionäre und unsere Mitarbeiter. TUI ist heute ein kerngesundes Unternehmen, internationaler Marktführer in der Touristik und weiter auf Wachstum ausgerichtet.“

Touristik: Region Nord sorgt für positive Gesamtentwicklung
In der Touristik, die nach dem 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/15 alle Quellmärkte, den erweiterten Bereich Hotels & Resorts und die Kreuzfahrt-Aktivitäten umfasst, waren die Region Nord und die Segmente Hotels & Resorts sowie Kreuzfahrten die Wachstumstreiber. Die Region Nord (UK & Irland, Nordische Länder, Kanada, Russland) profitierte vom Quellmarkt TUI UK & Ireland, der trotz der tragischen Ereignisse in Tunesien im Sommer ein starkes Ergebnis erzielte. Die Gästezahlen stiegen im Berichtszeitraum um 5 Prozent. Auch die Nordischen Länder trugen zur positiven Entwicklung bei. Sowohl die Margen als auch die operative Effizienz wurden verbessert.

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Der starke Wettbewerb in Deutschland mit einem erhöhten Margendruck, weitere Investitionen in den Vertrieb sowie zusätzlichen Pensionsverpflichtungen bei TUIfly im letzten Quartal belasteten dagegen die Entwicklung in der Region Zentral (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen). Das Ergebnis der Region West (Niederlande, Belgien, Frankreich) war beeinflusst von einer schwachen Nachfrage in Frankreich für nordafrikanische Destinationen. Darüber hinaus wurden Aufwendungen für die Einführung der Marke TUI in den Niederlanden verbucht. Die Einführung wurde in kürzester Zeit und sehr erfolgreich durch das Team von TUI Niederlande umgesetzt. Insgesamt lag das operative Ergebnis der Region West unter dem Vorjahreswert. Für alle Regionen zusammen ergab sich aber eine deutlich verbesserte Entwicklung: der Umsatz wuchs um 6,3 Prozent auf 15,52 Milliarden Euro (Vorjahr: 14,60 Milliarden Euro), das bereinigte EBITA kletterte um 9,3 Prozent auf 702,6 Millionen Euro (Vorjahr: 643,0 Millionen Euro).

Hotels & Resorts: solide Wachstumssäule – operatives Ergebnis +15,7%
Im Segment Hotels & Resorts waren erneut die Kernmarken RIU und Robinson Treiber für die starke Entwicklung. Insbesondere die RIU-Häuser konnten trotz der Auswirkungen der tragischen Ereignisse in Tunesien sowohl die Auslastung als auch die Durchschnittsrate steigern. Das bereinigte EBITA des Segments konnte im Berichtszeitraum auf 234,6 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahr: 202,8 Millionen Euro). Das entspricht einem Plus von 15,7 Prozent.

Kreuzfahrten: bereinigtes EBITA verachtfacht, Hapag-Lloyd schließt Turnaround ab

Gleichzeitig verzeichneten auch die Kreuzfahrtaktivitäten ein sehr deutliches Ergebniswachstum (+70,8 Millionen Euro). Bei TUI Cruises war die ‚Mein Schiff 3′ das erste volle Jahr in Betrieb, im Juni 2015 wurde die Flotte um den Neubau ‚Mein Schiff 4′ erweitert. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten konnte im Berichtszeitraum den Turnaround abschließen und die Durchschnittsrate, die Auslastung und das operative Ergebnis steigern. Die Kreuzfahrt-Aktivitäten erreichten insgesamt ein bereinigtes EBITA in Höhe von 80,5 Millionen Euro (Vorjahr: 9,7 Millionen Euro). Kreuzfahrten bleiben ein Wachstumssegment für den TUI Konzern. TUI Cruises erhält im laufenden Geschäftsjahr die ‚Mein Schiff 5′ und in den Jahren 2017 bis 2019 werden die Kreuzfahrtschiffe ‚Mein Schiff 6‘ bis ‚Mein Schiff 8‘ in Dienst gestellt.

oneTUI Strategieprogramm erfolgreich umgesetzt – Synergien des Zusammenschlusses werden gehoben
Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2014/15 wurden auch die Ziele des Strategieprogramms oneTUI erreicht. Fritz Joussen hatte das Programm bei seinem Start als Vorstandvorsitzender der TUI AG im Frühjahr 2013 eingeleitet. Der Konzern wurde mit oneTUI an klaren Zielen ausgerichtet, um die Weichen zu stellen für Wertsteigerung und eine nachhaltige Dividendenpolitik des Konzerns. Bei der Bekanntgabe von oneTUI hatte Joussen angekündigt, das operative Ergebnis bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 auf rund eine Milliarde Euro zu steigern. Dieses Ziel wurde erreicht und übertroffen. Auf Basis der starken Ergebnisentwicklung und des profitablen Wachstums des Konzerns, wurde auch das Ziel einer kontinuierlichen und nachhaltigen Dividendenpolitik erreicht.

Die im Rahmen des Zusammenschlusses Ende 2014 angekündigten Synergien werden sukzessive und erfolgreich gehoben. Neben der Senkung der Corporate Center Kosten wurde die Auslastung der Hotels um 1,7 Prozentpunkte verbessert. Darüber hinaus sank die bereinigte Steuerquote planmäßig auf 25 Prozent. Der Konzern hat außerdem nahezu die Hälfte der im Zuge des Mergers anfallenden einmaligen Kosten im Berichtszeitraum verbucht.

Dividende: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 0,56 Euro je Aktie vor
Der Vorstand hatte im Zuge des Zusammenschlusses von TUI AG und TUI Travel PLC angekündigt, die Entwicklung der Dividende an die bereinigte Ergebnisentwicklung auf Basis konstanter Wechselkurse des neuen Konzerns zu koppeln. Für das abgeschlossene und das laufende Geschäftsjahr soll zudem ein zusätzlicher Bonus auf die Basisdividende von jeweils 10 Prozent gezahlt werden. Die Basis für die vorgeschlagene Dividende ergibt sich aus der zuletzt von TUI Travel vor dem Merger gezahlten Ausschüttung und beträgt umgerechnet 0,445 Euro je TUI AG Aktie. Das starke Ergebniswachstum um 15,4 Prozent und die zusätzliche Steigerung von 10 Prozent auf die Basisdividende ergeben somit eine Dividende von 0,56 Euro. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden dies der Hauptversammlung im Februar 2016 vorschlagen.

Hotelbeds Group: Ausgliederung Destination Services nahezu abgeschlossen – Optionen für Zukunft des Geschäfts werden geprüft
Die Hotelbeds Group hat als Marktführer der Bettenbanken das bereinigte EBITA im Geschäftsjahr 2014/15 gesteigert. Das operative Ergebnis des Bereichs einschließlich der Destination Services, den Dienstleistungen in den Zielgebieten, wuchs um 14,8 Prozent auf 117 Millionen Euro (Vorjahr: 102 Millionen Euro). Der vermittelte Umsatz (TTV) der Bettenbank kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,2 Prozent. Der Umsatz selbst wurde um 22,7 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro verbessert (Vorjahr: 999,7 Millionen Euro). Die Hotelbeds Group wird im Portfolio des TUI Konzerns außerhalb des touristischen Kerngeschäfts als eigenständiges Unternehmen geführt, um das gesamte Potential des Geschäfts besser zu entwickeln. Darüber hinaus prüft TUI derzeit mögliche Optionen für eine optimale Weiterentwicklung der Hotelbeds Group. Dafür wurden die Bank of America/Merrill Lynch und die Deutsche Bank mandatiert.

Im ersten Quartal 2015/16 wurde begonnen, den Bereich Destination Services aus der Hotelbeds Group herauszulösen und in das touristische Kerngeschäft der TUI zu integrieren. Der Prozess soll Ende 2015/Anfang 2016 abgeschlossen sein. Der Bereich Destination Services hat im Geschäftsjahr 2014/15 etwa 40 Prozent des bereinigten EBITA der Hotelbeds Group beigetragen.

Ausblick TUI Group: auf Kurs für nachhaltiges Wachstum, operatives Ergebnis mindestens +10 Prozent, Umsatz mindestens +3 Prozent
Die TUI Group ist auf Kurs, das profitable Wachstum nachhaltig fortzusetzen. Basis dafür sind das integrierte Geschäftsmodell und die erfolgreiche und schneller als erwartet umgesetzte Integration nach dem Zusammenschluss. Im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 will der Vorstand der TUI Group beim bereinigten EBITA ein Wachstum um mindestens 10 Prozent erreichen. Darüber hinaus wird für denselben Zeitraum ein Umsatzwachstum von mindestens drei Prozent erwartet. Der Konzern bestätigte darüber hinaus das mittelfristige Ziel bis 2017/18 beim bereinigten EBITA im Schnitt mindestens um 10 Prozent (vorausgesetzt der Wechselkurs bleibt stabil) jährlich zu wachsen.

Neue Kennzahl: Markenwachstum
Im abgeschlossenen Berichtszeitraum hat die TUI mit ihren Tochtergesellschaften ein Umsatzwachstum von 3,6 Prozent erzielt. Ein signifikanter Anteil an zusätzlichem Umsatz wird dagegen auch von den Joint Ventures der TUI erwirtschaftet. Daher wird die TUI künftig auch einen ‚Markenumsatz’ berichten, der die Erlöse von TUI Cruises und dem Quellmarkt Kanada beinhaltet. Mit der Marke TUI soll ein profitables Umsatzwachstum erreicht werden, das über dem Marktwachstum liegt. Für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 soll das ‚Markenwachstum‘ mindestens fünf Prozent erreichen.

Quelle: PM TUI

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