TUI Geschäftsbericht: 5,08 Milliarden Euro Umsatz – Plus 6,4 Prozent

Werbung
Foto: Simon Pannock

Die TUI Group hat das dritte Quartal im Geschäftsjahr 2014/2015 mit einem Ergebnis- und Umsatzwachstum abgeschlossen. Der Berichtszeitraum war allerdings vom furchtbaren Attentat Ende Juni in Tunesien überschattet. Die Begleitung der Angehörigen der Opfer, von Gästen und Mitarbeitern der TUI haben weiterhin höchste Priorität für den Konzern.

In den drei Monaten von April bis Juni 2015 verbesserte der Konzern das bereinigte operative Ergebnis (EBITA) um 18,6 Prozent auf 194,2 Millionen Euro (Vorjahr: 163,7 Millionen Euro). Das Ergebnis beinhaltet Wechselkurseffekte sowie Effekte aus dem Ostergeschäft, das in diesem Kalenderjahr nicht vollständig in das Berichtsquartal fiel. Rechnet man diese Effekte heraus, ergibt sich ein bereinigtes EBITA in Höhe von 185 Millionen Euro. Das entspricht immer noch einem starken Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Werbung

Die Auswirkungen des Attentats in Tunesien schlugen im Berichtszeitraum mit Kosten für Stornierungen und Rückführungen von Gästen in Höhe von rund 10 Millionen Euro zu Buche. Für Griechenland bleiben die Sommerbuchungen konzernweit trotz zwischenzeitlicher kleiner Schwankungen in den Quellmärkten Deutschland und Belgien kumuliert über dem Vorjahr. Damit zeigt sich auch in Krisen die Belastbarkeit und Stärke des integrierten Geschäftsmodells des Konzerns.

Im Bereich Touristik, der in der neuen Konzernstruktur alle Quellmärkte, den erweiterten Bereich Hotels & Resorts und die Kreuzfahrt-Aktivitäten umfasst, waren erneut Hotels & Resorts sowie das Kreuzfahrt-Segment die Wachstumstreiber. Insbesondere die RIU-Häuser lieferten in einem starken Quartal eine signifikante Ergebnissteigerung (+22 Millionen Euro einschließlich Währungseffekte), so dass der Bereich Hotels & Resorts das operative Ergebnis auf 67,3 Millionen Euro verbesserte (Vorjahr: 41,7 Millionen Euro). Das entspricht einem Plus von 61,4 Prozent. Gleichzeitig verzeichneten auch die Kreuzfahrtaktivitäten ein Ergebniswachstum (+20,8 Millionen Euro). Bei TUI Cruises ist die ‚Mein Schiff 3‘ das erste volle Jahr in Betrieb, im Juni 2015 wurde die Flotte um den Neubau ‚Mein Schiff 4‘ erweitert. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten hielt im Berichtszeitraum weiter Kurs und festigte den Turnaround. Die Kreuzfahrt-Aktivitäten erreichten insgesamt ein bereinigtes EBITA in Höhe von 19,3 Millionen Euro (Vorjahr: -1,5 Millionen Euro).

Innerhalb der Quellmärkte lieferte die Region Nord (UK & Irland, Nordische Länder, Kanada, Russland) ein starkes Quartal, vor allem der Quellmarkt UK mit höheren Auslastungen und verbesserten Margen. Mehrere Faktoren belasteten dagegen das Ergebnis in der Region Zentral (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen), insbesondere zusätzliche Investitionen in den Vertrieb und ein sich fortsetzender Margendruck in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Gleichzeitig zeigten sich in der Region West (Niederlande, Belgien, Frankreich) unter anderem die Auswirkungen des Attentats in Tunesien. Einschließlich der Oster- und Währungseffekte wiesen die Quellmärkte dadurch im dritten Geschäftsquartal mit 91,7 Millionen Euro ein schwächeres operatives Ergebnis aus als im Vorjahr (131,0 Millionen Euro).

Der Umsatz der TUI Group im Berichtszeitraum legte um 6,4 Prozent auf 5,08 Milliarden Euro zu (Vorjahr: 4,78 Milliarden Euro). Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres ergibt sich ein Umsatzanstieg um 6,9 Prozent auf 12,02 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 11,25 Milliarden Euro). Gleichzeitig verzeichnet der Konzern eine robuste Buchungslage für den Sommer 2015. Daher konkretisiert der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr 2014/15: das operative Ergebnis (bereinigtes EBITA) soll gegenüber dem Vorjahr am oberen Ende des zuvor avisierten Korridors um 12,5 bis 15 Prozent wachsen (zuvor: 10 bis 15 Prozent)*. Darüber hinaus soll das bereinigte Ergebnis in den kommenden drei Jahren um durchschnittlich mindestens 10 Prozent wachsen.*

Fritz Joussen und Peter Long, Co-Vorstandsvorsitzende der TUI Group: „Dieses Quartal war überschattet vom tragischen Ereignis in Tunesien. Die Unterstützung unserer Gäste und deren Familien sowie unserer Mitarbeiter in dieser schweren Zeit behält höchste Priorität. Wir sind sehr stolz auf den Einsatz und das Engagement, das unsere Kollegen in dieser beispiellosen Zeit gezeigt haben und zeigen. In der Entwicklung der Ereignisse in Tunesien wird aber auch die Stärke, Belastbarkeit und Flexibilität unseres integrierten Geschäftsmodells und unserer neuen Konzernstruktur deutlich. Mit der erfolgreichen Integration und der konsequenten Umsetzung unserer Strategie, können wir das Wachstum des Konzerns beschleunigen. Wir sind daher zuversichtlich, dass das Wachstum des bereinigten EBITA in diesem Geschäftsjahr am oberen Ende des zuvor angekündigten Korridors liegt und somit ein Plus von 12,5 bis 15 Prozent erreicht.

Quelle: PM TUI

Schlagwörter: