TUI beschleunigt Rückzahlung von Corona-Hilfen und beschließt Barkapitalerhöhung

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Foto: Simon Pannock

Die TUI setzt ihr Ziel, den Konzern zügig zu entschulden, Zinskosten zu senken und die Corona-Hilfen des Staates weiter zu reduzieren, konsequent um. Die in der Pandemie erhaltenen staatlichen Corona-Hilfen sollen sukzessive und so schnell wie möglich zurückgegeben werden. Vorstand und Aufsichtsrat der TUI haben daher in dieser Woche eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ohne Bezugsrechte für Aktionäre beschlossen. Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung sowie verfügbaren Barmitteln soll die Stille Einlage II des deutschen Staates (Wirtschaftsstabilisierungsfonds, „WSF“) in Höhe von 671 Millionen Euro vollständig zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus plant der Konzern, auch die bestehende KfW Kreditlinie um weitere 336 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro zu reduzieren. Somit verbleiben als staatliche Finanzhilfen für die TUI neben der KfW Kreditlinie die wandelbare Optionsanleihe mit rund 59 Millionen Euro und die ebenfalls wandelbare Stille Einlage I in Höhe von 420 Millionen Euro des WSF.

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Der Konzern hatte bereits am 1. April 2022 erste Kreditlinien der KfW in Höhe von rund 700 Millionen Euro zurückgegeben. Fritz Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI Group: „Wir setzen um, was wir angekündigt und zugesagt haben: die weitere Rückführung der Corona-Hilfen und zwar so schnell wie möglich. Unser Ziel ist zügig zur Normalität zurückzukehren und uns auf neues Wachstum zu fokussieren. Wir sind in stabilem Fahrwasser, der Markt ist intakt und wir erwarten einen starken Reise-Sommer und ein gutes Geschäftsjahr. Für das aktuelle Gesamtjahr 2022 erwarten wir daher die Rückkehr zu einem signifikant positiven Ergebnis. Mit der Transformation und der Neuausrichtung des Konzerns ist die TUI schlanker, digitaler und effizienter. Das ist die Basis dafür, die Corona-Finanzhilfen weiter kontinuierlich zügig abzubauen und unsere Verschuldung und die Zinskosten zu senken.“

Für die geplante Barkapitalerhöhung beabsichtigt die TUI bis zu 162.291.441 neue Aktien auszugeben, die einem Anteil von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der TUI AG entsprechen. Die neuen Aktien werden ausschließlich institutionellen Investoren im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung zum Kauf angeboten. Die Anzahl der Aktien und der Platzierungspreis werden über ein beschleunigtes Bookbuilding festgelegt, das unmittelbar beginnt.

Die neuen Aktien sollen in Form von Depositary Interests zum Premium-Listing-Segment der Official List der FCA und zum Handel am Hauptmarkt der London Stock Exchange für börsennotierte Wertpapiere sowie zum Handel am Regulierten Markt der Börse Hannover zugelassen werden und in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra) einbezogen werden.

Barclays, HSBC und UniCredit Bank AG agieren als Joint Global Coordinators und, zusammen mit Bank of America, Commerzbank, Crédit Agricole Corporate and Investment Bank und Société Générale, als Joint Bookrunners.

Quelle: PM TUI

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