Tarifvertrag: SWISS und Piloten gehen aufeinander zu

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Es kommt Bewegung im Konflikt zwischen Piloten und SWISS. In einer Mitteilung der Gewerkschaft AEROPERS  heißt es: Seit dem 1. April 2022 fliegen die Pilotinnen und Piloten der SWISS ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag. Auf das Gesprächs-Angebot des Pilotenverbandes AEROPERS der vergangenen Woche, hat die Geschäftsleitung mit Forderungen reagiert, die erfüllt sein müssen, damit die Gespräche überhaupt stattfinden können. Um sich jetzt auf die Inhalte der Verhandlungen konzentrieren zu können, verzichten beide Parteien nun aber auf Vorbedingungen für Gespräche.

Seit Herbst 2021 verhandelt AEROPERS mit SWISS über einen neuen Pilotengesamtarbeitsvertrag. In dieser Zeit hat die Geschäftsleitung der SWISS zweimal die grosse Chance verpasst, um den Gesamtarbeitsvertrag mit den Piloten ins Trockene zu bringen.

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Auf eine erneute Gesprächsaufforderung reagierte die SWISS-Geschäftsleitung mit Bedingungen, die es zu erfüllen gegolten hätte, um überhaupt auf Verhandlungen einzugehen. Unter anderem hätte der Pilotenverband AEROPERS sich verpflichten müssen, bis zum 31.10.22 eine Friedenspflicht zu garantieren. Um trotzdem Gespräche zu ermöglichen und seinen Mitgliedern Sicherheit geben zu können, hat der Pilotenverband im Gegenzug zu einer Friedenspflicht bis am 23.10.22 eine Verlängerung des Kündigungsschutzes um drei Monate gefordert.

Damit die verfahrene Situation aufgelöst werden kann, haben sich beide Parteien nun dazu bereit erklärt, auf sämtliche Vorbedingungen für weitere Verhandlungen zu verzichten. Somit kann am 7.10.22 eine erste Verhandlungsrunde stattfinden. Der AEROPERS-Vorstand und die Geschäftsleitung haben sich darauf verständigt, Verhandlungen im High-Level-Format stattfinden zu lassen, an denen unter anderem AEROPERS-Präsident Clemens Kopetz und SWISS-CEO Dieter Vranckx teilnehmen werden.

Sollte sich während dieses Termins abzeichnen, dass der Prozess zielführend ist, sind am 22. und 23.10. weitere Verhandlungstermine möglich. «Die Arbeitsbedingungen der Pilotinnen und Piloten der SWISS bilden die gesellschaftliche Realität nicht ab und müssen angepasst werden», sagt Clemens Kopetz, Präsident des Pilotenverbandes AEROPERS. «Es ist Zeit für Verbesserungen bei der Planbarkeit des Soziallebens, bei der Berücksichtigung des eigenen Personals bei Wachstum und für finanzielle Perspektiven». Der AEROPERS-Vorstand wird spätestens am 14.10. den Prozess evaluieren und darüber entscheiden, ob die Termine am 22. und 23.10. wahrgenommen werden. Unterdessen läuft beim Pilotenverband AEROPERS der Abstimmungsprozess über eine Arbeitsniederlegung weiter. Die Abstimmung endet am 16.10.22.

Quelle: PM AEROPERS

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