Tarifvertrag: SWISS-Piloten wollen „sprechen“

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Seit dem 1. April 2022 fliegen die Piloten der SWISS ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag, airportzentrale.de berichtete mehrfach. Die Pilotengewerkschaft AEROPERS will nun konkret mit dem SWISS-Chef sprechen. In einer Mitteilung heißt es:

Um endlich einen neuen GAV zu erreichen und so Sicherheit für Kundinnen und Kunden, für die Firma und die Pilotinnen und Piloten zu schaffen, hat der Pilotenverband Gespräche zwischen dem AEROPERS Präsidenten und dem SWISS CEO vorgeschlagen. Für solche Gespräche stellte die Geschäftsleitung der SWISS einschneidende Vorbedingungen. Der Pilotenverband reagiert auf die gestellten Vorbedingungen mit einem Massnahmenpaket zur Sicherung der Flüge während der Herbstferien.

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Seit Herbst 2021 verhandelt AEROPERS mit SWISS über einen neuen Pilotengesamtarbeitsvertrag.

Die Geschäftsleitung hat in den bisherigen Verhandlungen die berechtigten Interessen ihrer Mitarbeiter konsequent ignoriert und berücksichtigt die gesellschaftliche Realität unzureichend. Aus diesem Grund sind am Donnerstagnachmittag 400 SWISS-Pilotinnen und -Piloten zur Zentrale der SWISS marschiert, um der Geschäftsleitung zu verdeutlichen, dass sie jetzt Sicherheit und ein stabiles Umfeld brauchen.

Auf das Gesprächs-Angebot der AEROPERS für eine abschließende Verhandlungsrunde im kleinen Führungskreis hatte die Geschäftsleitung Donnerstag zwar kurz vor dem Marsch reagiert. Jedoch hat sie Forderungen gestellt, die erfüllt sein müssen, damit die Gespräche überhaupt stattfinden können. Der Pilotenverband reagiert auf die gestellten Vorbedingungen mit einem Massnahmenpaket zur Ermöglichung der Gespräche. Das Paket beinhaltet auch die Sicherstellung der Flüge während der Herbstferien.

Sicherheit für Sicherheit

AEROPERS hat angeboten, bis und mit dem 23. Oktober 2022 nicht zu streiken, falls die Gespräche im kleinen Führungskreis in einem akzeptablen Rahmen stattfinden. «Damit wir der Geschäftsleitung das lukrative Herbstgeschäft sichern, verlangen wir im Gegenzug auch Sicherheit für unsere Mitglieder», sagt Thomas Steffen, Vorstand und Mediensprecher der AEROPERS. «Für den temporären Streikverzicht verlangen wir eine Verlängerung des Kündigungsschutzes für die Pilotinnen und Piloten. Die Erfüllung dieser Forderung kostet die Geschäftsleitung keinen Rappen. Sie wäre aber ein Signal an die Pilotinnen und Piloten, dass auch die Geschäftsleitung ernsthaft an einer zeitnahen Lösung interessiert ist und sich nicht unbedingt die Möglichkeit vorbehalten will, die Pilotinnen und Piloten ab April 2023 entlassen zu können».

Quelle: PM AEROPERS

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