Tag gegen Lärm: Fluglärmschutz bleibt Topthema für die deutschen Airports

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Foto: airportzentrale.de

Das Motto des 25. Tages gegen Lärm lautet „Hört sich gut an“. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Flughäfen in Deutschland „hört sich in der Tat gut an“. Mit einer Bruttowertschöpfung in Höhe von über 27 Milliarden Euro waren die deutschen Flughäfen in den vergangenen Jahren ein stabiler und bedeutender Wachstumsgeber für die deutsche Volkswirtschaft Davon haben Bund, Länder und Kommunen sowie das gesamte deutsche Sozialversicherungssystem profitiert. „Zudem ist es gelungen das erfolgreiche System der lärmabhängigen Flughafenentgelte nach den lokalen Gegebenheiten standortspezifisch weiterzuentwickeln. Für die Fluggesellschaften wird der Einsatz von leisen Flugzeugen belohnt – das ist ein unverzichtbarer Schritt hin zu mehr Lärmschutz für unsere Anwohner. Die lärmabhängigen Entgelte richten sich zudem stärker an der jeweiligen Tageszeit aus. Mit dem Entgeltesystem behalten die deutschen Flughäfen weiterhin die Nase vorn beim Engagement für den leiseren Luftverkehr und das hört sich doch noch besser an“, findet ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung spielen Maßnahmen zum Lärmschutz eine wichtige Rolle. Mit dem Einsatz modernster und damit leiserer Flugzeuge, können weitere Lärmminderungen für die betroffenen Bürger erreicht werden. Die Lärmentgelte der Flughäfen spielen hier eine wichtige Rolle. Der Forderung im Koalitionsvertrag, den Anteil lärmabhängiger Flughafenentgelte zu erhöhen stehen die Flughäfen offen gegenüber. Die Höhe des Anteils der lärmabhängigen Entgelte an den Gesamtentgelten muss man jedoch an die lokalen Gegebenheiten anpassen.

Der Luftverkehr in Deutschland trägt unmittelbar zur Wertschöpfung und Beschäftigung bei und ist unentbehrlich für Wirtschaftswachstum, Warenverkehr und Logistik, Erreichbarkeit, Mobilität und Konnektivität. Gerade in der Pandemiesituation hat sich gezeigt, wie unentbehrlich und damit wertvoll der Luftverkehr bei der Bereitstellung dringend erforderlicher medizinischer Produkte, bei Krankentransporten oder wichtigen Gütern, für den Besuch von Freunden und Familien oder für den Geschäftstermin ist. „Das hört sich gut an“. Gleichzeitig verursacht der Luftverkehr lärm. Um den Lärm immer weiter abzusenken, engagiert sich die gesamte Luftverkehrsbranche erfolgreich für die Verminderung von Emissionen und verfolgt weiterhin anspruchsvolle Ziele zur Reduzierung von Fluglärm und dem Ausstoß von CO2. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist eine stetige Modernisierung der Flugzeugflotten, die Reduzierung der Schallpegel auf dem Vorfeld und die Realisierung von Maßnahmen des passiven Schallschutzes.

Vor Forderungen nach weiteren Einschränkungen des nächtlichen Flugbetriebs warnt Beisel jedoch. Um Deutschland an internationale Warenströme anzubinden, brauche das Land Nachtflug an ausgewählten Standorten. „Die Bestimmungen des modernen Fluglärmschutzgesetzes und seiner zahlreichen Durchführungsbestimmungen haben gerade beim Schutz vor Fluglärm in der Nacht das Niveau deutlich erhöht. Gegenüber den Verkehrsträgern Straße und Schiene gelten die schärfsten Vorgaben für den Lärmschutz rund um die Flughäfen“, so Beisel.

Quelle: PM ADV