SWISS: Tarifverhandlungen mit AEROPERS geraten ins Stocken

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Eine SWISS A320 – Foto: airportzentrale.de / Simon Pannock

Die Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV, Tarifvertrag) für die Pilotinnen und Piloten der SWISS kommen nach Angaben der Gewerkschaft AEROPERS nur schleppend voran. Damit sei das Ziel gefährdet, noch vor dem Auslaufen des derzeit gültigen GAV2023 Ende 2026 einen Nachfolgevertrag abzuschließen. Die Gespräche laufen seit April 2026, nachdem die Pilotinnen und Piloten den bestehenden Vertrag im November 2025 mit deutlicher Mehrheit gekündigt hatten.

Nach Angaben von AEROPERS werden die Verhandlungen zwar auf verschiedenen Ebenen fortgesetzt, die Gewerkschaft wirft dem SWISS-Management jedoch vor, sich zunehmend an der Unternehmenskultur der Lufthansa zu orientieren und dabei Schweizer Werte zu vernachlässigen. Zudem kritisiert AEROPERS wiederholte Verstöße gegen den bestehenden GAV und fordert, Lösungen im Sinne der Schweizer Sozialpartnerschaft gemeinsam zu erarbeiten. Ein dauerhaft eskalierender Konflikt wie bei Lufthansa sei nicht erstrebenswert.


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Als weitere Herausforderungen nennt die Gewerkschaft die hohe Arbeitsbelastung der Cockpitbesatzungen, die mangelnde Planbarkeit des Soziallebens sowie den anhaltenden Pilotenmangel. Dadurch müssten Flüge an Wetlease-Partner (Fluggesellschaften, die Flugzeug und Besatzung bereitstellen) vergeben oder ganz gestrichen werden.

AEROPERS betont zugleich ihr Interesse an einem nachhaltig erfolgreichen SWISS-Betrieb. Der neue GAV soll nach Vorstellung der Gewerkschaft Arbeitsbedingungen schaffen, die im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sind, die Wertschätzung für die Pilotinnen und Piloten widerspiegeln, den Nachwuchs sichern sowie die Arbeitsplätze im Cockpit langfristig attraktiv und zukunftsfähig machen. Ziel sei eine für beide Seiten tragfähige Lösung nach Schweizer Werten und Traditionen. Eine Stellungnahme der SWISS lag zunächst nicht vor.

Quelle: PM Aeropers/airportzentrale.de/KI

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