Swiss International Air Lines hat im ersten Quartal 2026 ihr operatives Ergebnis deutlich verbessert. Der Adjusted EBIT stieg auf 30,0 Millionen CHF (Vorjahr: 3,3 Millionen CHF). Die Gesamterlöse blieben mit 1,22 Milliarden CHF stabil (+0,3 %), trotz reduzierter Sitzkapazität.
Zahlen der gesamten Lufthansa-Gruppe für das 1. Quartal 2026 gibt es hier.
Die Ergebnisentwicklung wurde stark durch geopolitische Verschiebungen beeinflusst, insbesondere durch den Konflikt im Mittleren Osten. Auf einzelnen Strecken, vor allem Richtung Asien, führte dies zu kurzfristig erhöhter Nachfrage und besseren Durchschnittserlösen. Gleichzeitig verzerren zeitliche Effekte das Ergebnis: Die stark gestiegenen Kerosinpreise wirken sich erst verzögert auf die Bilanz aus und werden voraussichtlich ab dem zweiten Quartal deutlich belasten. Der Kerosinpreis liegt aktuell nahezu doppelt so hoch wie vor Ausbruch des Konflikts.
SWISS transportierte rund 3,7 Millionen Passagiere (-0,4 %) und führte 29.600 Flüge durch (-7,1 %). Die angebotene Kapazität (ASK) sank um 3,4 %, bedingt durch Triebwerksengpässe und Personalverfügbarkeit. Die Nachfrage blieb jedoch robust: Die Auslastung stieg um 3,4 Prozentpunkte, das Verkehrsvolumen (RPK) legte leicht um 0,8 % zu.
Betriebliche Stabilität blieb hoch, trotz externer Einflüsse wie Streiks im Lufthansa-Konzernumfeld und Auswirkungen geopolitischer Konflikte. Die Pünktlichkeit lag bei 75,2 %, die operative Stabilität bei 97,4 %.
Das Management betont zugleich zunehmenden strukturellen Kostendruck. SWISS setzt daher ein bereits vor der Krise gestartetes Effizienz- und Kostenprogramm konsequent fort, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Für die Sommersaison zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch: Die Nachfrage bleibt insbesondere auf Asienrouten stark, allerdings bei hoher Marktvolatilität und kurzfristigen Buchungstrends. Ziel bleibt eine stabile Produktion bei gleichzeitig strikter Kostenkontrolle und gesicherter Treibstoffversorgung.
