SWISS-Piloten demonstrierten vor SWISS-Zentrale

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Seit dem 1. April 2022 fliegen die Piloten der SWISS ohne gültigen Gesamtarbeitsvertrag. Am Donnerstagnachmittag (29.09.2022) sind 400 SWISS-Piloten zur Zentrale der SWISS marschiert, um der Geschäftsleitung klarzumachen, dass sie jetzt Verbindlichkeit und ein stabiles Umfeld brauchen. Auf das Gesprächs-Angebot der Pilotinnen und Piloten hat die Geschäftsleitung mit Forderungen reagiert, die erfüllt sein müssen, damit die Gespräche überhaupt stattfinden können.

Seit Herbst 2021 verhandelt AEROPERS mit SWISS über einen neuen Pilotengesamtarbeitsvertrag. In dieser Zeit hat die Geschäftsleitung der SWISS zweimal die grosse Chance verpasst, um den Gesamtarbeitsvertrag mit den Piloten ins Trockene zu bringen.

«Die Arbeitsbedingungen der Pilotinnen und Piloten der SWISS bilden die gesellschaftliche Realität nicht ab und müssen angepasst werden», sagt Clemens Kopetz, Präsident des Pilotenverbandes AEROPERS. «Es ist Zeit für Verbesserungen bei der Planbarkeit des Soziallebens, bei der Berücksichtigung des eigenen Personals bei Wachstum und für finanzielle Perspektiven».

Die Geschäftsleitung hat in den bisherigen Verhandlungen die berechtigten Interessen ihrer Mitarbeiter konsequent ignoriert und das letzte Angebot der SWISS liegt allein schon finanziell mehr als 56 Millionen unter dem GAV2018. Aus diesem Grund sind heute 400 SWISS-Pilotinnen und -Piloten durch Kloten marschiert. Gleichzeitig läuft beim Pilotenverband AEROPERS der Abstimmungsprozess über eine Arbeitsniederlegung. Der Pilotenverband strebt aber nach wie vor eine Lösung am Verhandlungstisch an. Als letzten Ausweg hat AEROPERS-Präsident Clemens Kopetz deshalb letzte Woche dem CEO der SWISS, Dieter Vranckx, eine abschliessende Verhandlungsrunde im kleinen Führungskreis (Last Exit) vorgeschlagen. So will der Pilotenverband den bereits viel zu langen und für beide Seiten unproduktiven Verhandlungsprozess zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss bringen.

«Wir sind enttäuscht, dass die Geschäftsleitung der SWISS auf den Vorschlag von AEROPERS einmalmehr mit Forderungen reagiert hat», erklärt der AEROPERS-Präsident. «Ohne Erfüllung dieser Forderungen verweigert die Geschäftsleitung offenbar weitere Gespräche. Wir haben heute die Mitglieder über den letzten Stand informiert und der Vorstand wird morgen über das weitere Vorgehen entscheiden».

Quelle: PM AEROPERS