Der Flughafen BER ist nach einer neuen Studie mit rund 35.200 Vollzeitarbeitsplätzen, 3,7 Milliarden Euro Wertschöpfung und 233,5 Millionen Euro Steuereinnahmen in Berlin und Brandenburg ein großer Wirtschaftsmotor. Berücksichtigt werden dabei die wirtschaftlichen Effekte des Flughafens als Arbeitgeber und Auftraggeber.
Die Angaben stammen aus der Studie „Wirtschaftsmotor BER“ der Leipziger CONOSCOPE GmbH, die unter Mitarbeit des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (KOWID) der Universität Leipzig im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald und in Kooperation mit der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH erstellt wurde. Die Berechnungen beziehen sich auf das Jahr 2025.
Direkt bei der Flughafengesellschaft und den 166 am BER ansässigen Betriebsstätten gibt es demnach 15.894 Vollzeitarbeitsplätze für rund 20.000 Beschäftigte. Über regionale Zulieferer und die Konsumausgaben der Beschäftigten kommen weitere rund 19.300 Vollzeitarbeitsplätze hinzu. Rechnerisch zieht damit jeder Arbeitsplatz am BER weitere 1,2 Arbeitsplätze in der Region nach sich.
Besonders groß ist die wirtschaftliche Bedeutung im Landkreis Dahme-Spreewald. Dort führt die Studie rund 6.700 Vollzeitarbeitsplätze, 339 Millionen Euro Einkommen und 1,4 Milliarden Euro Wertschöpfung auf den Flughafen zurück. Die Wertschöpfung entspricht demnach knapp 17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landkreises.
Zusätzliche Effekte entstehen durch Reiseverkehr und Luftfracht. Allein in drei Landkreisen werden rund 1.200 Vollzeitarbeitsplätze mit der Nachfrage ankommender Reisender verbunden. Über den BER wurden 2025 außerdem Waren im Wert von 4,3 Milliarden Euro ausgeführt; mit diesen Luftfrachtexporten stehen laut Studie rund 22.900 Vollzeitarbeitsplätze in der regionalen Wirtschaft in Verbindung. Diese Effekte sind eigenständige Wirkungskanäle und dürfen nicht zu den 35.200 Arbeitsplätzen hinzugerechnet werden.
Bei einer Befragung von 1.004 Unternehmen zeigte sich zugleich weiteres Potenzial bei der Verkehrsanbindung. Nur 7 Prozent der befragten Betriebe zeigten sich mit dem Langstreckenangebot zufrieden, beim Kurzstreckenangebot waren es 26 Prozent.