Ryanair reduziert Winterflugplan und schickt Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub

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Foto: Simon Pannock

Ryanair hat heute (Donnerstag, 15. Oktober) ihren überarbeiteten Winterflugplan veröffentlicht. Aufgrund vermehrter Flugbeschränkungen, die von den Regierungen der EU-Staaten auferlegt wurden, ist der Flugverkehr von/nach einem Großteil Mitteleuropas, Großbritannien, Irland, Österreich, Belgien und Portugal stark eingeschränkt worden. Dies hat dazu geführt, dass sich Neubuchungen im Oktober leicht, im November und Dezember jedoch erheblich reduziert haben.

Angesichts dieser geschwächten Buchungsnachfrage und des Plans von Ryanair, mit einer Auslastung von 70% zu operieren, hat Ryanair heute seinen Winterflugplan (Nov. – März) weiter reduziert und die Kapazität von 60% auf 40% des Vorjahres angepasst. Ryanair rechnet damit, bis zu 65% seines Winterstreckennetzes aufrechtzuerhalten, allerdings mit reduzierten Frequenzen. Zusätzlich zur Schließung der Basen in Cork, Shannon und Toulouse für den Winter hat Ryanair erhebliche Reduktionen der Flugzeuge an den Basen in Belgien, Deutschland, Spanien, Portugal und Wien angekündigt.

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Mit dieser stark reduzierten Winterkapazität und einer Auslastung von ca. 70% rechnet Ryanair nun mit einem Rückgang des Verkehrs im Geschäftsjahr FY21 auf ca. 38 Mio. Gäste, obwohl diese Prognose noch weiter nach unten korrigiert werden könnte, wenn die EU-Regierungen den Flugverkehr weiterhin schlecht organisieren und in diesem Winter weitere „Lockdowns“ anordnen.

Michael O’Leary, CEO der Ryanair-Gruppe:

„Wir haben unsere Kapazitäten in den Monaten September und Oktober weiter flexibel gestaltet, um sowohl auf Marktbedingungen als auch auf die sich ändernden Regierungsbeschränkungen reagieren zu können, mit dem Ziel, eine Auslastung von 70% aufrechtzuerhalten, die es uns ermöglicht, so nah wie möglich am „Break Even“ zu operieren und den „Cash Burn“ zu minimieren. Während die Covid-Situation nach wie vor unbeständig und schwer vorhersehbar ist, müssen wir nun unsere Prognose für das Gesamtjahr auf 38 Millionen Gäste reduzieren.

Wir bedauern diese Kürzungen des Winterflugplans zutiefst, die uns durch die Misswirtschaft einiger Regierungen in Bezug auf den EU-Flugverkehr aufgezwungen wurden. Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, einen möglichst umfangreichen Flugplan aufrechtzuerhalten, um unsere Flugzeuge, unsere Piloten und unser Kabinenpersonal beschäftigt zu halten und gleichzeitig die Arbeitsplatzverluste zu minimieren. Angesichts des Ausmaßes dieser Kürzungen ist es unvermeidlich, dass wir in diesem Winter mehr unbezahlten Urlaub und „Jobsharing“ in denjenigen Basen einführen werden, in denen wir reduzierte Arbeitszeit und Bezahlung vereinbart haben, aber dies führt zu einem besseren kurzfristigen Ergebnis als der massenhafte Abbau von Arbeitsplätzen. Bedauerlicherweise wird es mehr Entlassungen beim Kabinenpersonal an den wenigen Basen geben, an denen wir noch immer keine Einigung über Arbeitszeit- und Lohnkürzungen erzielt haben, was die einzige Alternative ist. Wir werden unsere Kostenbasis weiterhin aktiv verwalten, um auf den unvermeidlichen Aufschwung und die Erholung des Kurzstreckenflugverkehrs in Europa vorbereitet zu sein, sobald ein wirksamer Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt ist.

In der Zwischenzeit fordern wir alle EU-Regierungen dringend auf, unverzüglich und vollständig das Ampelsystem der EU-Kommission zu übernehmen, das sichere Flugreisen (ohne fehlerhafte Reisebeschränkungen) zwischen den EU-Staaten auf regionaler Basis für diejenigen Länder und Regionen in Europa ermöglicht, die nachweisen können, dass ihre Covid-Fallzahlen weniger als 50 pro 100.000 Einwohner betragen“.

Quelle: PM Ryanair

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