Piloten wollen mit Lohnverzicht die Lufthansa retten

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Durch den Coronavirus-Shutdown ist das Geschäft der Lufthansa nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Um die Liquidität zu sichern, wurde erstmals in der Geschichte der Lufthansa Kurzarbeit im Cockpit eingeführt. Die Ende März mit der Vereinigung Cockpit (VC) vereinbarte Senkung der Cockpitpersonalkosten in der Kurzarbeit um angestrebte 50% reicht allerdings nicht aus, um die Lufthansa durch eine Krise ungewisser Länge zu bringen.

Im Rahmen des heute durchgeführten Tarifpartnergipfels hat der Konzernvorstand über die aktuelle Lage der Lufthansa informiert. Dort unterstrich VC-Präsident Markus Wahl die Bereitschaft der Piloten, notwendige Sparmaßnahmen zu unterstützen, sollte die Lufthansa den Weg gemeinsam mit dem Cockpitpersonal beschreiten.

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„Die Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Aviation Training und Germanwings bekennen sich zu ihrer Verantwortung. Wir haben deshalb dem Konzernvorstand neben einer kurzfristig wirkenden zusätzlichen Absenkung des Kurzarbeitsgeldes eine signifikante Lohnkostenreduzierung bis zum 30.06.2022 angeboten. Für den einzelnen Piloten bedeutet dies ein bis zu 45% niedrigeres Gehalt gegenüber den vergangenen Jahren.“, so Wahl.

Die Zugeständnisse belaufen sich auf gut 350 Millionen Euro und stellen einen maßgeblichen Beitrag zur Überlebensfähigkeit des Unternehmens dar. Voraussetzung für das Angebot ist, dass sich der Konzernvorstand im Gegenzug zu seinen Mitarbeitern bekennt und alles tut, um die Krise gemeinsam mit diesen sozialpartnerschaftlich zu überwinden; auch ein Schutzschirmverfahren erfüllt diese Anforderungen nicht.

„Wir haben immer gesagt, dass wir uns als Personal im oberen Vergütungsbereich zu unserer besonderen Verantwortung bekennen, in guten wie in schlechten Zeiten, auch wenn dies schmerzhafte Einschnitte bedeutet. Hier ist nun der Beweis.“, so Wahl weiter. „Wir hoffen, dass wir gemeinsam mit dem Lufthansa-Management das Unternehmen zu alter Stärke zurückführen können. Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und ein Kündigungsschutz vereinbart wird.“

Bereits 1992 hatten die Lufthansa-Piloten durch Zugeständnisse in Höhe von ca. 30% geholfen, das Unternehmen vor dem „Aus“ zu retten.

Quelle: PM VC

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