Passagierzahlen in Deutschland auch im Januar am Boden

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Foto: Simon Pannock

Im Verlaufe des Monats Januar 2021 fällt das Verkehrsaufkommen an den deutschen Flughäfen zurück. Das zeigen die aktuellen Zahlen vom Flughafenverband ADV. Erstmals sind in den Monatszahlen auch die Passsagierzahlen der Flughäfen Braunschweig-Wolfsburg (BWE), Kassel (KSF), Lübeck (LBC), Memmingen (FMM), Mönchengladbach (MGL), Rostock-Laage (RLG) und Sylt (GWT) integriert.

1.769.528 Passagiere nutzten die deutschen Flughäfen – das sind -88,6% (an+ab) weniger als im Vorjahr. Das Cargo-Aufkommen steigt um +14,2% (an+ab) auf 404.196t. Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen geht um -72,3% zurück, das sind 44.016 Starts und Landungen.

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Der Januar im Blick – 2021 startet mit historischem Tiefstwert

Der innerdeutsche Verkehr fällt um -91,4% Der Europa-Verkehr geht um -88,4% zurück. Die Interkont-Nachfrage fällt um -87,0%.

Das Passagieraufkommen verharrte zu Beginn des Jahres weiter am Boden. Die minimale Erholungskurve um die Weihnachtsfeiertage im Dezember endete mit Beginn des neuen Jahres. War das geringe Aufkommen in den ersten Januartagen noch von Reiserückkehrern geprägt, fiel die Verkehrsnachfrage von Woche zu Woche. Seit Mitte Januar liegt die Luftverkehrsnachfrage unter der inoffiziellen Lockdown-Grenze von 10%. Hohe Inzidenzzahlen nicht nur in Deutschland führten zu erneuten Grenzschließungen und Einreiseverboten. Harte Reiseeinschränkungen und Empfehlungen nicht notwendige Reisen zu unterlassen, ließen viele auf Mobilität verzichten.

Die Luft- und Reisebranche befindet sich den gesamten Januar faktisch im Lockdown. Die Luftverkehrsbranche kommt nicht aus der Krise. Dennoch erfüllen die Flughäfen ihre Daseinsvorsorgefunktion und ermöglichen die Verkehrsanbindung der Regionen aus der Luft.

Cargo-Aufkommen – erfolgreicher Start ins neue Jahr mit großem Wachstumssprung

Im Gegensatz zur Passage bleibt die Luftfracht der Hoffnungsschimmer. Die Einladungen legen mit +15,1% (203.294t) und die Ausladungen mit +13,3% (200.902t) kräftig zu. Vor allem die Integratorstandorte mit einem hohen Anteil an Expressfracht profitieren aktuell von der großen Nachfrage im Online-Handel.

Die stabilen Wachstumsraten und der anhaltende positive Trend seit September 2020 lassen hoffen, dass die Luftfracht als Frühindikator auf eine positive Konjunkturentwicklung hindeutet.

Quelle: PM ADV

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