Mehr Passagiere im Mai 2024 an den Flughäfen in Deutschland

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Foto: airportzentrale.de / Marco Zaremba

Die deutschen Flughäfen konnten im Mai 19,7 Millionen an- und abfliegende Passagiere begrüßen. Das Passagieraufkommen steigt gegenüber dem Vormonat April deutlich (rund +2,3 Mio. Passagiere), teilte der Flughafenverband ADV mit. Der Nachfrageanstieg ist auch auf die Pfingstferien der süddeutschen Bundesländer zurückzuführen. In 2019 lag das Pfingstfest erst im Juni.

Fast alle europäischen Luftverkehrsmärkte haben das Corona-Tal hinter sich gelassen. In Deutschland liegt die Recovery-Rate zum Vorkrisenniveau von 2019 im Mai bei 87,9 Prozent.

19,7 Millionen Passagiere nutzten im Mai die deutschen Flughäfen. Im Vergleich zum Mai 2023 stieg das Aufkommen um +10,0%. Zum Mai 2019 fehlen noch immer -12,1% der Reisenden. Das Cargo-Aufkommen wächst im Vergleich zum Vormonat auf insgesamt 405.064 Tonnen. Gegenüber Mai 2023 ist das ein Wachstum von +6,0% (ggü. Mai 2019 -2,2%). Die Zahl der gewerblichen Flugbewegungen lag mit 169.143 Starts und Landungen um +4,5% über dem Vorjahreswert. Gegenüber 2019 wurden 81,5% der gewerblichen Flüge durchgeführt.

Der Mai im Blick – innerdeutscher Luftverkehr stagniert, Anteil des Europaverkehrs steigt auf 72% des Gesamtaufkommens

Die Luftverkehrsnachfrage erhält durch die Feiertage und Pfingstferien im Mai einen spürbaren Wachstumsschub. Dies zeigt sich insbesondere in den internationalen Verkehrsmärkten, die eine zweistellige Wachstumsrate vorweisen können. Vor allem der Europaverkehr in die touristischen Zielmärkte wächst dynamisch.

Die Nachfrage im innerdeutschen Luftverkehr nimmt im Mai mit 2,1 Mio. im Vergleich zum Vormonat April nur geringfügig zu (rund +28.000 Passagiere). Im Vergleich zum Vorjahr schrumpft dieses Marktsegment um -0,5%. Fehlender Wettbewerb im innerdeutschen Luftverkehr verhindert einen nachfragegerechten Angebotsaufbau. So fehlen zum Mai 2019 rund die Hälfte der Passagiere (-51,6%). Im Europa-Verkehr können im Mai 14,15 Millionen Passagiere gezählt werden. Gegenüber dem Vormonat April wächst das Passagieraufkommen um +18,6% (rund +2,2 Mio. Passagiere). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai sind das +11,3%. Die Recovery-Rate zu 2019 liegt bei 96,9%. Die Interkont-Nachfrage steigt im Vergleich zum April (rund +70.000 Passagiere). Gegenüber dem Vorjahresmonat wächst dieses Marktsegment mit +11,6% auf 3,44 Mio. Passagiere. Im Vergleich zum Mai 2019 liegt die Recovery-Rate bei 99,1% der Passagiere – und erreicht als erstes Verkehrssegment fast das Vorkrisenniveau.

Das Jahr im Blick – kumuliertes Wachstum ja, aber mit sinkender Dynamik

Von Januar bis Mai 2024 wurden an den deutschen Flughäfen 76,73 Millionen Passagiere (an+ab) gezählt. Das sind zum Vorjahreszeitraum +11,4% mehr Passagiere. Lag die kumulierte Wachstumsrate im ersten Quartal 2024 noch über 13%, verliert sie nach den ersten drei Monaten an Dynamik. Der wachstumsmindernde Einfluss der hohen regulativen Standortkosten in Deutschland drückt die Wachstumsdynamik nach unten. Die deutsche Recovery-Rate erreicht in den ersten fünf Monaten nur 81,2% zum Vorkrisenzeitraum Jan-Mai 2019.

Verteilung der Marktsegmente im Jahresverlauf:

9,25 Millionen Passagiere flogen innerdeutsch (+6,8% zum Vorjahr), gegenüber Jan-Mai 2019 ist das weniger als die Hälfte (-51,7%). 51,57 Millionen Passagiere sind im Europa-Verkehr an den deutschen Flughäfen unterwegs (+12,0% zum Vorjahr, gegenüber Jan-Mai 2019 sind es 88,4%). Die Interkont-Nachfrage (15,78 Millionen Paxe) wächst mit +12,5% zum Vorjahr (gegenüber Jan-Mai 2019 sind es 93,8%).

Cargo-Aufkommen – positives Wachstum gewinnt an Dynamik

Zum Vormonat April wächst das Luftfrachtaufkommen im Mai um etwas über 11.000t. Die insgesamt 405.064 Tonnen bedeuten im Vergleich zum Vorjahresmonat aus 2023 +6,0% mehr Fracht (gegenüber 2019 sind das -2,2%).

Die Einladungen erreichen im Mai 204.173 Tonnen (gegenüber 2023 +3,1%, gegenüber 2019 -4,5%). Die Ausladungen wachsen um +9,1% auf 200.891 Tonnen (gegenüber 2019 +0,2%).

Das Luftfrachtaufkommen von Januar bis Mai 2024 summiert sich auf insgesamt 1.957.468 Tonnen (+2,1% zum Vergleichszeitraum 2023 und ggü. 2019 -1,8%). Die Ausladungen (Importgüter / +4,1%) wachsen, während die Einladungen (Exportgüter / -0,3%) zurückgehen.

Quelle: PM ADV

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