Luftpost 426: Der Bleistift

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Foto: Fecker

Ein befreundeter Fluglotse erzählte mir einmal, dass sein kleiner Sohn gerne durch die Wohnung oder den Garten lief und mit einem Bleistift ein Flugzeug simulierte. Das war natürlich unter der Würde des Vaters, der ja täglich richtige Flugzeuge bewegte. Also schenkte er dem Knirps zum Geburtstag ein Flugzeugmodell. Doch am nächsten Tag traute er seinen Augen nicht, als er den Jungen wieder mit dem Bleistift durch den Garten laufen sah. Er war brüskiert, weil sein Sohn sich offenbar nicht über das Geschenk freute und sprach darüber mit einem Bekannten. Der aber erklärte ihm, dass er froh sein könne, dass sich das Kind in seiner eigenen Fantasie bewege, denn die sei wichtig für die Entwicklung der Kinder. Er erfuhr, dass ein mit Spielzeug vollgestopftes Kinderzimmer schädlich für die Kreativität der Kleinen ist. Hier ist weniger mehr. Einfache Materialien wie ein Holzauto oder Bauklötze lassen nämlich Raum für Fantasie und Improvisation. Spielsachen, die dem Kind keine eigene schöpferische Kraft lassen, stellen keine Herausforderung mehr dar und verlieren schnell an Reiz.

Andreas Fecker

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