Luftpost 360: Ehre wem Ehre gebührt

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Foto: Fecker

Was haben New York City in New York, Houston in Texas, Washington D.C., Grand Rapids in Michigan, Springfield in Illinois, Little Rock in Arkansas, Wichita in Kansas, Dickinson in North Dakota, Americus und Warm Springs in Georgia, sowie Ashland in Wisconsin gemeinsam? Sie haben alle einen Airport, der nach einem früheren Präsidenten der USA benannt ist: John F. Kennedy, George Bush (Senior), Ronald Reagan, Gerald Ford, Abraham Lincoln, Bill Clinton, Dwight D. Eisenhower, Jimmy Carter und Theodor Roosevelt. Sie wurden als würdig genug empfunden, einen Flughafen nach ihnen zu benennen. Ehre wem Ehre gebührt.

Der gerade abgewählte US-Präsident sieht sich ja noch immer als Opfer eines Wahlbetrugs, obwohl 60 angerufene Gerichte keinen Betrug feststellen und die Kläger keine Beweise vorlegen konnten. Vorgestern hat sich der Lügner-in-Chief verstohlen vom Acker gemacht. Trotzdem pflegt er noch die Legende, dass er der beste Präsident seit Abraham Lincoln gewesen sei, und eigentlich am Mount Rushmore verewigt gehöre. Den Felsen hatte er sich schon ausgesucht. Er wünschte sich auch, dass ein Flugzeugträger nach ihm benannt wird. Außerdem solle doch ein amerikanischer Flughafen seinen Namen tragen. Wirklich? Donald J. Trump International Airport? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendeine Stadt darum reißt, alle Besucher an den schlechtesten Verlierer und größten Saboteur der Demokratie in der Geschichte der USA zu erinnern. All diese Träume hatten sich spätestens am 6. Januar 2021 am und im Capitol in Wolken von Tränengas und Pfefferspray aufgelöst. „Und das ist gut so.“
Andreas Fecker

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