Passagiere und Airports können vorerst aufatmen. Es werden keine weiteren Inlandsverbindungen der Lufthansa gestrichen. Ende Oktober gab Deutschlands größte Airline bekannt, mehr als 50 Frequenzen auf Zubringerstrecken zu streichen. Zudem wurde bekannt, dass die Strecken Dresden – München und Münster/Osnabrück – München auf den Prüfstand stehen.
Offenbar sind die Prüfungen nun beendet. In einem Interview mit den Funke-Zeitungen gab Lufthansa-Chef Jens Ritter bekannt, dass beide Strecken nicht zum Sommerflugplan 2026 gestrichen werden.
Am Flughafen Münster/Osnabrück nimmt man diese Entscheidung mit Erleichterung auf. In einer Pressemitteilung des Airports heißt es:
Erfreuliche Nachrichten aus dem Haus der Lufthansa: Die größte deutsche Fluggesellschaft hat heute bekanntgegeben, die Strecke vom Flughafen Münster/Osnabrück nach München auch im Jahr 2026 weiter fortzuführen.
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Prof. Dr. Rainer Schwarz, Geschäftsführer des FMO und Andrés Heinemann, designierter Geschäftsführer ab 2026, bedanken sich ausdrücklich für das Engagement aus der Region: „Politik, Wirtschaft und deren Verbände haben maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaftsregion weiter über das Drehkreuz München mit der Welt verbunden bleibt. Nun ist es natürlich umso wichtiger, dass die Strecke weiter intensiv genutzt wird.“
Bereits seit über 40 Jahren besteht die Flugverbindung in die bayerische Metropole. Aktuell setzt Lufthansa 4-mal täglich geräumige und komfortable Airbus A319/320 auf dem einstündigen Flug nach MUC ein.
Auch für die Airports Bremen und Hannover sieht es laut Ritter gut aus. Die Flughäfen Stuttgart und Hamburg können ebenfalls aufatmen. Die Lufthansa-Tochter Eurowings könnte dort ihr Angebot halten. Alle bereits beschlossenen und kommunizierten Kürzungen werden umgesetzt.
In dieser Woche hat die Bundesregierung die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrssteuer aus dem Jahr 2024 beschlossen. Airlines und Flughäfen werden dadurch entlastet. Der Druck für die Luftverkehrswirtschaft sinkt.
