Lufthansa und Shell planen Zusammenarbeit für SAF-Treibstoff

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Shell International Petroleum Co Ltd. und die Lufthansa Group haben eine Absichtserklärung (MoU) über die weltweite Lieferung von nachhaltigem Flugkraftstoff unterzeichnet. Die Parteien beabsichtigen, ab 2024 bei einer Laufzeit von sieben Jahren einen Vertrag über eine Gesamtliefermenge von bis zu 1,8 Millionen Tonnen SAF zu vereinbaren. Eine entsprechende Vereinbarung wäre eine der bedeutendsten kommerziellen SAF-Kooperationen im Luftverkehrssektor und zugleich das bisher größte SAF-Engagement beider Unternehmen.

Mit der Kooperation kann die Lufthansa Group Verfügbarkeit, Markthochlauf und Einsatz von SAF als wesentliches Element für eine CO[2] -neutrale Zukunft der Luftfahrt vorantreiben. Die Lufthansa Group ist bereits heute größte Abnehmerin von SAF in Europa und hat den Anspruch, auch zukünftig beim Einsatz von nachhaltigem Kerosin unter den weltweit führenden Airline-Gruppen zu sein. Die Kooperation würde das Ziel von Shell unterstützen, bis 2030 mindestens zehn Prozent ihres weltweit verkauften Flugkraftstoffs als SAF anzubieten.

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SAF – der nachhaltige Flugkraftstoff

SAF sind Flugkraftstoffe, die ohne die Verwendung von fossilen Energiequellen wie Erdöl oder Erdgas hergestellt werden und eine Einsparung von CO[2] im Vergleich zu herkömmlichen Kerosin ermöglichen. Es existieren verschiedene Herstellungsverfahren und es stehen verschiedene Ausgangsmaterialien als Energieträger zur Verfügung. Die aktuelle Generation von SAF, welche im Vergleich zu herkömmlichem Kerosin 80 Prozent CO[2] einspart, wird hauptsächlich aus biogenen Reststoffen, beispielsweise aus gebrauchten Speiseölen, hergestellt. SAF kann perspektivisch eine nahezu CO[2]-neutrale Luftfahrt ermöglichen.

Die Lufthansa Group beteiligt sich seit vielen Jahren an der Erforschung von SAF, hat ein umfangreiches Netzwerk von Partnerschaften aufgebaut und treibt insbesondere die Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe der nächsten Generation voran. Besonderer Fokus liegt dabei auf den zukunftsweisenden Power-to-Liquid- und Sun-to-Liquid-Technologien, die erneuerbare Energien oder Solarthermie als Energieträger verwenden.

Durch den Einsatz von SAF können Kund:innen der Lufthansa Group schon heute CO[2] -neutral fliegen. Zudem können sie ihre reduzierten CO[2] -Emissionen durch auditierte Zertifikate dokumentieren und die CO[2 ]-Einsparungen in ihrer individuellen CO[2 ]-Bilanz anrechnen lassen.

Mit klarer Strategie in eine nachhaltige Zukunft

Die Lufthansa Group übernimmt Verantwortung für wirksamen Klimaschutz – mit einem klar definierten Weg hin zur CO[2]-Neutralität: Bis 2030 sollen die eigenen Netto-CO[2]-Emissionen im Vergleich zu 2019 halbiert werden, bis 2050 will die Lufthansa Group eine neutrale CO[2]-Bilanz erreichen. Dabei setzt das Unternehmen insbesondere auf eine beschleunigte Flottenmodernisierung, die kontinuierliche Optimierung des Flugbetriebs, den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und auf innovative Angebote für ihre Kunden, um eine Flugreise CO[2]-neutral zu gestalten.

Quelle: PM Lufthansa

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