Lufthansa Technik zeigt Großraum-VIP-Kabinenkonzept EXPLORER

Werbung
Grafik: Lufthansa Technik

Im Rahmen der Dubai Airshow präsentiert die Lufthansa Technik AG weitere Details ihres neuen Großraum-VIP-Kabinenkonzepts EXPLORER.

Nach einer ersten Vorschau auf der Monaco Yacht Show im September 2021 werden auf der Luftfahrtschau in den Vereinigten Arabischen Emiraten nun zahlreiche weitere Einzelheiten zu sehen sein. Dazu zählen Features, die dank neuester Technik schon heute ansprechend und hochwertig realisiert werden können.

Werbung

Hinweis in eigener Sache
Der neue airportzentrale.de - Newsletter ist da
Jetzt kostenlos abonnieren

Das EXPLORER-Designkonzept orientiert sich am aktuellen Trend für Superyachten, die ihren Besitzern zweierlei Wünsche erfüllen: Sie jederzeit nahezu überall hinzubringen und Ihnen am Zielort als Individual-Hotel und Basislager für unterschiedlichste Freizeitaktivitäten und Exkursionen zu dienen. Als Plattform für die Umsetzung dieser Kundenwünsche in der privaten Luftfahrt haben die Spezialisten von Lufthansa Technik den Airbus A330 ausgewählt. Er bietet als klassisches Großraumflugzeug genügend Fläche für eine große Anzahl neuartiger Kabinen-Ideen und zudem eine ausreichend große Reichweite, um die speziellen Wünsche der EXPLORER-Zielgruppe zu erfüllen.

„Im Yachtbau sind multifunktionale Erkundungsschiffe mittlerweile zu einer eigenständigen Klasse  geworden. Und viele Eigner solcher Schiffe besitzen auch ein Flugzeug“, erklärte Wieland Timm, Head of Sales VIP & Special Mission Aircraft Services bei Lufthansa Technik. „Für diese stark wachsende Zielgruppe der VIP-Weltentdecker haben wir daher nun erstmals auch eine fliegende Plattform kreiert. Anders als mit einer Yacht kann man mit unserem EXPLORER-Flugzeug jedoch innerhalb von Stunden auf die andere Seite der Weltkugel reisen und dort sein ganz individuelles Basislager für weitere Aktivitäten aufschlagen. So bieten sich den Entdeckern völlig neue Möglichkeiten.“

Enge Kooperation mit Diehl ermöglicht großflächige Projektionen virtueller Inhalte

Ein besonders auffälliges Merkmal des EXPLORER-Konzepts sind die großflächig integrierten Projektionsflächen für virtuelle Inhalte, die sich im multifunktionalen Lounge-Bereich von der Fensterlinie bis über nahezu die gesamte Kabinendecke erstrecken. Wenngleich ähnliche Features schon oft in Designstudien zu sehen waren, so fehlte bislang eine geeignete Technologie um sie gleichermaßen ästhetisch überzeugend und zulassungsfähig zu realisieren. In enger Kooperation mit Diehl Aerospace – ein Joint Venture zwischen Diehl Aviation und Thales – ist den Experten von Lufthansa Technik nun der entscheidende Brückenschlag zur Realisierung derart großer virtueller Kabinengestaltungen gelungen.

Zu diesem Zweck integrierte das Designteam von Lufthansa Technik die Projektions-Technologie von Diehl und stimmte sie ganz speziell für die Anwendung in einer VIP-Kabine ab. Durch die geschickte Platzierung der kleinen, leichten und passiv gekühlten Projektoren in die Wand- und Deckenelemente werden grossflächige virtuelle Eindrücke geschaffen, deren Inhalte Kunden mit Hilfe einer entsprechenden Softwarelösung von Diehl ganz individuell nach ihren Wünschen konfigurieren können.

„Um eine maximale Wirkung der Technologie zu erzielen, haben wir ein unter technischen und ästhetischen Aspekten optimiertes Umfeld für dieses Projektionssystem geschaffen“, sagte Michael Bork, Aircraft Interior Architect im Bereich VIP & Special Mission Aircraft Services bei Lufthansa Technik. „Das Kabinen-Design musste dabei einer Vielzahl möglicher, individueller Projektionsinhalte einen adäquaten Rahmen geben, mit diesen harmonieren und diese bestmöglich unterstützen.“

Schon beim in Monaco gezeigten ersten Kurzteaser wurde auf diese Weise eine atemberaubende und animierte Unterwasserwelt in Szene gesetzt. Die Ideen des Designteams von Lufthansa Technik für dieses Feature gehen allerdings noch weit darüber hinaus: Von virtuellen Tag- und Nachthimmeln über architektonische Formen bis hin zu einer fliegenden Diskothek sind damit unterschiedlichste oder auch laufend wechselnde Konfigurationen möglich. Auch an einen ästhetisch ansprechenden Ruhezustand mit inaktiven Projektoren hat das Designteam gedacht.

Grafik: Lufthansa Technik

„Bei der Konzeption eines Airbus A330 als vielfältiges EXPLORER-Tool – sei es für private Eigner oder auch für Charter-Agenturen für diese Art von Reisen – haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Realisierbarkeit gelegt. Zu vielen technischen Features und Innovationen haben unsere Experten daher bereits auch detaillierte Realisierungsvorschläge entwickelt“, sagte Jan Grube, Sales Director im Bereich VIP & Special Mission Aircraft Services. „Ein schönes Beispiel ist die Kooperation mit Diehl bei den großflächigen Projektionen. Hier konnten wir einen lang gehegten Wunsch erfüllen, daher sind wir für diese tolle Kooperation sehr dankbar.“

Ausfahrbare Veranda ermöglicht der EXPLORER-Zielgruppe neue Entdeckungen

Ein weiteres Feature, das den EXPLORER-Passagieren neue Entdeckungen ermöglicht, ist der in der Parkposition aus dem vorderen Rumpfbereich zu einer Veranda ausfahrbare Boden. Durch die beim Airbus A330 Frachter ab Werk oder bei Passagierversionen mittlerweile auch als Retrofit-Lösung erhältliche Hauptdeck-Frachtladeluke öffnet sich das EXPLORER-Interieur gezielt der Umgebung, in welche die Passagiere dann mittels einer um mehrere Meter ausfahrbaren Plattform unmittelbar eintauchen können.

Auch hier orientiert sich das EXPLORER-Konzept an den namensgebenden Yachten, die ebenfalls ausfahrbare Elemente besitzen, um ihren Passagieren einen noch direkteren Kontakt zur Umwelt zu ermöglichen.

In circa vier Metern Höhe über dem Rollfeld bietet sich den Passagieren somit ein einzigartiger Blick auf die Umgebung und den Flughafen als Basislager für weitere Entdeckungen und Exkursionen, beispielsweise mittels der an Bord mitgeführten Fahrzeuge.

Zukünftige BRABUS Mobility Lounge wird automobile Schätze und Erkundungsfahrzeuge in Szene setzen

Damit der VIP-Fuhrpark den Gästen und Mitreisenden ansprechend präsentiert werden kann, hat das Team von Lufthansa Technik zudem eine besondere Mobility Lounge im hinteren Teil des Unterdecks vorgesehen, die schon vom Hauptdeck durch einen Glasboden betrachtet werden kann. Diese wird in Kooperation mit BRABUS, einem der führenden Hersteller von Hochleistungs- und Luxusautomobilen, entstehen und auf einer der kommenden Messen gemeinsam vorgestellt. Über eine bequeme Treppe ist diese Luxury Mobility Lounge für die Passagiere problemlos vom Hauptdeck aus zugänglich, auch während des Fluges. Zudem wird sie auch die technischen Bedürfnisse der mitgeführten automobilen Schätze abdecken.

Abseits der technischen Features haben die Engineering- und Designteams von Lufthansa Technik größtmögliches Augenmerk auf multifunktionale Lösungen und ein möglichst breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten gelegt. So finden sich neben klassischen Raumelementen wie Schlaf- und Gästezimmern, Badezimmern, Büros, Ess- und Konferenzbereichen auch einige neue Gestaltungsideen.

Ein solches weiteres Highlight ist der Multifunktionsraum im Heck des Flugzeugs. Er trägt den Bedürfnissen all jener Weltentdecker Rechnung, die auf Langstreckenflügen nicht auf ihre gewohnten Fitness- und Wellness-Möglichkeiten verzichten wollen. Für Notfälle kann dieser Raum zudem in ein fliegendes Krankenzimmer umfunktioniert werden.

Die aktuell gezeigte Design-Konfiguration ist für bis zu zwölf VIP-Passagiere ausgelegt und legt explizit Wert darauf, den besonderen Entdecker-Charakter für diese spezielle VIP-Zielgruppe mit Leben zu füllen. Alternativ sind aber auch weitere modulare Varianten mit bis zu 47 Passagieren auf Basis dieses Konzepts möglich. Diese können beispielsweise ein deutlich individuelleres Eigner-Modul mit größerem Schlaf- und Badezimmer sowie einem Büro beinhalten, aber auch größere Bereiche für die Crew oder zusätzliche Entourage.

Aufgrund seiner vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten wird Lufthansa Technik das EXPLORER-Konzept als Ideenlabor nutzen, um weitere Ideen und Technologien, die aktuell nur auf dem Reißbrett existieren, zukünftig detaillierter auszuarbeiten und zu präsentieren.

Ein Animationsfilm sowie umfangreiches Anschauungsmaterial zur aktuellen Ausbaustufe zeigt Lufthansa Technik am Stand #1250 auf der diesjährigen Dubai Airshow. Ansprechpartner von Diehl beantworten darüberhinaus alle Fragen zur Projektionstechnologie für die virtuellen Deckeninhalte. Diehl stellt in Dubai auf Stand #849 aus.

Quelle: PM Lufthansa Technik

Schreibe einen Kommentar
Kommentiere den Artikel. Bleibe freundlich und nett, gerne kritisch und konstruktiv, aber stets sachlich. Wir möchten einen respektvollen Umgang miteinander und behalten uns vor Kommentare zu kürzen oder zu löschen.

Mit dem Klick auf "Kommentar senden" wird unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung angegebener und personenbezogener Daten zugestimmt. Dies ist notwendig um Spam zu verhindern. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.