Lufthansa Technik hat im ersten Halbjahr 2025 das geplante Wachstum des Unternehmens fortgesetzt. Während ein deutlicher Umsatzanstieg auf jetzt vier Milliarden Euro (+13,1 Prozent) die Spitzenposition des Weltmarktführers im Bereich flugzeugtechnischer Dienstleistungen bestätigt, zeugt die Margenentwicklung auch von den derzeitigen Herausforderungen der Branche. Mit 310 Millionen Euro Adjusted EBIT wuchs das Ergebnis um 1,7 Prozent und erreichte wie der Umsatz ein neues Rekordniveau für die ersten sechs Monate eines Jahres. Da die Kosten im gleichen Zeitraum aber stärker anstiegen als der Umsatz, sank die Marge geringfügig auf 7,8 Prozent (-0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt).
„Unser Umfeld wird härter und stellt uns vor neue Aufgaben“, sagt Dr. Christian Leifeld, seit 1. Mai Finanzvorstand von Lufthansa Technik. „Die US-Zollpolitik belastet das Unternehmen, zudem steigen Material- und Zulieferkosten auch als Folge dieser Politik. Wir warten jetzt auf die Ausgestaltung der Vereinbarung zwischen der EU und den USA, müssen uns aber auf eine strukturelle Belastung einstellen. Dennoch halten wir an unseren Wachstums- und Investitionszielen fest.“ Lufthansa Technik strebt trotz der Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der anhaltenden Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen auch für das Gesamtjahr eine klar positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung an.
Darüber hinaus steigert das Unternehmen wie geplant seine Investitionen an bestehenden und neuen Standorten sowie in Personal. Um dem Bedarf an Triebwerks-Instandhaltungskapazitäten nordamerikanischer Airlines gerecht zu werden, wird beispielsweise ein neues Triebwerkszentrum am Flughafen Calgary gebaut. Kürzlich fand der Spatenstich für Lufthansa Technik Canada statt. Der Standort soll 2027 in Betrieb gehen und mindestens 160 Arbeitsplätze schaffen. Etwa 700 neue Jobs entstehen in Santa Maria da Feira nahe Porto. Bei Lufthansa Technik Portugal werden künftig Flugzeugkomponenten und Triebwerksteile repariert. Los gehen soll es hier Ende 2027, ein Trainingszentrum für die ersten neuen Mitarbeitenden ist seit Juni in Betrieb.
Am Firmensitz in Hamburg fließen in den kommenden Jahren mehrere hundert Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts. Gerade wurde der Grundstein für ein neues Werkstattgebäude gelegt, in dem ebenfalls ab 2027 an der Innenausstattung von VIP-Flugzeugen gearbeitet wird. Möglich machen das geplante Wachstum die Mitarbeitenden von Lufthansa Technik: 22.352 Menschen arbeiteten Ende Juni weltweit für das Unternehmen, ein Zuwachs von mehr als 1.100 Beschäftigten innerhalb eines Jahres. Zusätzlich starten in den kommenden Wochen mehr als 260 neue Mitarbeitende allein in Deutschland mit ihrer Ausbildung. Lufthansa Technik hat alle zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze besetzt – mit Blick auf die Nachwuchssorgen vieler Unternehmen ist das keine Selbstverständlichkeit und ein Zeichen für die Attraktivität als Arbeitgeber.
