Lufthansa Technik: „Kosten- und Effizienzmanagement deutlich intensivieren“

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Lufthansa Technik, Wartung Airbus A380, "Muenchen" Michael Knoth inspiziert ein Triebwerk Foto: Lufthansa Media Base

Das leichte Umsatzwachstum der Lufthansa Technik Gruppe von 1,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2011 war durch große Modifikationsprogramme für Lufthansa und neue Verträge mit Konzerngesellschaften (8,7 Prozent) bestimmt, während der Umsatz mit konzernexternen Kunden um 2,9 Prozent sank. Der Anteil der externen Erlöse am Gesamtumsatz lag damit bei 56,3 Prozent. Dabei sank das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) um 14,5 Prozent auf 241 Millionen Euro. Die Umsatzrendite der Lufthansa Technik lag bei 6,7 Prozent.

„Unsere Rendite-Kenngrößen sinken seit 2007“, sagte Dr. Peter Jansen, Vorstand Finanzen der Lufthansa Technik AG, am 22. März in Hamburg. „Das ist kein guter Trend und sichert unsere Wettbewerbsposition nicht ausreichend ab.“ Zwar konnten im Rahmen des Ergebnissicherungsprogramms „ESP@LHT“ die Sach- und Projektkosten in 2011 reduziert werden. „Das Kosten- und Effizienzmanagement sowie Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung müssen wir aber deutlich intensivieren. Dies wird bis 2014 im Rahmen des Konzernprogramms SCORE umgesetzt.“ „Mit einer Eigenkapitalquote von 29,6 Prozent und einem Verschuldungsgrad von 24,4 Prozent haben wir unsere Finanzkennziffern schon verbessert. Sie sind weiterhin solide und stabil.“

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Die Investitionen von 139 Mio. Euro sind im Vergleich zum Vorjahr (67 Mio. Euro) sehr deutlich angestiegen. Schwerpunkte waren dabei Investitionen für den Kauf von Reservetriebwerken bei Lufthansa Technik Airmotive Ireland Leasing sowie für die Beschaffung von Lizenzen sowie technischen Anlagen und Maschinen.

Die operativen Aufwendungen erhöhten sich korrespondierend zur Umsatzentwicklung um 2,7 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Darin enthalten ist ein um 3,3 Prozent erhöhter Material- und Fremdleistungsaufwand, der im Wesentlichen durch Flugzeugliegezeiten und erhöhten Materialeinsatz bei Triebwerksinstandhaltungen verursacht wurde. Der Personalaufwand konnte 2011 – trotz angestiegener Pensionsrückstellungen und Grundvergütungen – leicht reduziert werden (-0,5 Prozent).

Die Abschreibungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 4 Mio. Euro auf 90 Mio. Euro zurück. Die sonstigen operativen Aufwendungen kletterten um 7 Prozent auf 759 Mio. Euro, insbesondere wegen der Zuführungen zu Rückstellungen für langlaufende Verträge.

Die Belegschaft der 21 konsolidierten Gesellschaften sank auf im Jahresdurchschnitt 19.822 Mitarbeiter. Das sind 475 weniger als im Vorjahreszeitraum. Einerseits wechselten mehr als 220 Mitarbeiter von der Altersteilzeit in den Ruhestand. Die Beschäftigtenzahl wurde in Betrieben reduziert, die Restrukturierungsprogramme abgeschlossen haben oder durchführen. Auf der anderen Seite wurden mehr als 200 Zeitarbeitskräfte in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernommen und etwa 200 junge Menschen starteten in ihre Berufsausbildung.

Lufthansa Technik:

Der Lufthansa Technik Konzern gehört mit mehr als 30 Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften sowie mehr als 26.000 Mitarbeitern weltweit zu den bedeutendsten herstellerunabhängigen Anbietern flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Das Angebot von Lufthansa Technik umfasst das gesamte Service-Spektrum für Verkehrsflugzeuge in den Bereichen Wartung, Reparatur, Überholung, Modifikation und Umrüstung, Triebwerke und Komponenten.

Quelle: PM Lufthansa Technik AG