Die Lufthansa Group erprobt gemeinsam mit Lufthansa Technik und dem Entwicklungspartner Surventis eine neue Generation der AeroSHARK-Oberflächentechnologie. Als weltweit erstes Testflugzeug dient ein Airbus A319 von Lufthansa City Airlines (D-ABGK), auf dem bis Februar 2027 rund 70 transparente Folienpatches im regulären Flugbetrieb zwischen München und Hamburg untersucht werden.
Während AeroSHARK bislang auf Rumpf und Triebwerksverkleidung von Langstreckenflugzeugen eingesetzt wird, sollen die neuen Materialien künftig auch für Tragflächen sowie Höhen- und Seitenleitwerk geeignet sein. Ziel des Tests ist es, die widerstandsfähigste Materialvariante für diese aerodynamisch stärker belasteten Bereiche zu identifizieren.
Die von der Haifischhaut inspirierte Riblet-Technologie reduziert den Luftwiderstand und senkt den Treibstoffverbrauch sowie die CO₂-Emissionen derzeit um rund ein Prozent. Innerhalb der Lufthansa Group sind bereits 22 Langstreckenflugzeuge mit AeroSHARK ausgestattet: zwölf Boeing 777-300ER von SWISS, fünf Boeing 777F von Lufthansa Cargo, vier Boeing 777-200ER von Austrian Airlines sowie eine Boeing 747-400 von Lufthansa. Dadurch werden nach Unternehmensangaben täglich rund 19 Tonnen Kerosin und 60 Tonnen CO₂ eingespart.
