Lufthansa Group steigert 2025 Umsatz auf Rekordniveau und verbessert operatives Ergebnis deutlich

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Grafik: Lufthansa Group

Die Deutsche Lufthansa AG hat im Geschäftsjahr 2025 das umsatzstärkste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte erzielt und zugleich den operativen Gewinn deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro (2024: 37,6 Milliarden Euro). Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) stieg auf zwei Milliarden Euro nach 1,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Die operative Marge verbesserte sich entsprechend von 4,4 auf 4,9 Prozent.

Das Konzernergebnis lag mit 1,3 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro. Ohne negative Steuereffekte aus der Neubewertung von Verlustvorträgen infolge veränderter Steuersätze wäre das Ergebnis ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau ausgefallen.


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Wachstum im Passagiergeschäft trotz anspruchsvoller Marktbedingungen

Die Passagier-Airlines der Lufthansa Group beförderten im Jahr 2025 insgesamt 135 Millionen Fluggäste – ein Anstieg um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erreichte der Sitzladefaktor mit 83,2 Prozent erneut einen Rekordwert (2024: 83,1 Prozent). Der Umsatz im Segment der Passagier-Airlines stieg um drei Prozent auf 30,1 Milliarden Euro.

Gemeinsam erzielten die Passagier-Airlines einen operativen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch ITA Airways trug mit einem positiven Ergebnisbeitrag von 90 Millionen Euro zur Entwicklung bei.

Das Marktumfeld blieb jedoch herausfordernd. Geopolitische Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten, eine temporäre Nachfrageschwäche im dritten Quartal – vor allem auf Nordatlantik- und Europastrecken – sowie Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen belasteten das Geschäft. Infolgedessen gingen die durchschnittlichen Ticketerlöse währungsbereinigt um 1,3 Prozent zurück.

Diese Entwicklung wurde teilweise durch steigende Einnahmen aus Zusatzleistungen kompensiert, die um 15 Prozent zunahmen. Die sogenannte RASK-Kennzahl (Revenue per Available Seat Kilometer) blieb währungsbereinigt auf Vorjahresniveau.

Auf Kostenseite erhöhten sich die Stückkosten (CASK) aufgrund von Inflation bei Gebühren, Material- und Personalkosten um 1,9 Prozent. Gegen Jahresende stabilisierte sich die Entwicklung: Im vierten Quartal lagen die Stückkosten auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Fortschritte beim Turnaround von Lufthansa Airlines

Die Kernmarke Lufthansa Airlines konnte ihr Jahresergebnis um rund 250 Millionen Euro verbessern und erzielte erstmals wieder eine positive Adjusted-EBIT-Marge von 0,9 Prozent. Maßgeblich dazu beigetragen hat das laufende Transformationsprogramm „Turnaround“.

Das Programm soll 2026 einen Bruttoergebniseffekt von rund 1,5 Milliarden Euro erzielen. Bis 2028 wird ein Gesamtbeitrag von etwa 2,5 Milliarden Euro angestrebt. Zu den zentralen Maßnahmen zählen die Flottenmodernisierung mit effizienteren Flugzeugen – unter anderem der Boeing 787 Dreamliner – sowie der Ausbau von Lufthansa City Airlines und Discover Airlines. Insgesamt umfasst das Programm rund 700 Einzelmaßnahmen.

Cargo und Technik als stabile Ergebnisstützen

Auch die Fracht- und Technikbereiche der Gruppe entwickelten sich solide. Lufthansa Cargo steigerte ihren operativen Gewinn im Jahr 2025 auf 324 Millionen Euro, nach 251 Millionen Euro im Vorjahr. Damit legte das Ergebnis um fast 30 Prozent zu. Treiber waren eine stabile Nachfrage im Frachtmarkt sowie ein besonders starkes Asiengeschäft.

Lufthansa Technik profitierte weiterhin von der weltweit hohen Nachfrage nach Wartungs-, Reparatur- und Überholungsleistungen (MRO). Das Unternehmen schloss neue Verträge mit einem Gesamtvolumen von 8,8 Milliarden Euro ab. Trotz Belastungen durch Wechselkursentwicklungen und Zölle lag der operative Gewinn mit 603 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 607 Millionen Euro.

Starker Cashflow und höhere Dividende geplant

Der operative Cashflow der Lufthansa Group erhöhte sich 2025 auf vier Milliarden Euro (2024: 3,9 Milliarden Euro). Aufgrund geringerer Investitionen – unter anderem infolge verspäteter Flugzeugauslieferungen – stieg der Adjusted Free Cashflow deutlich auf 1,2 Milliarden Euro nach 840 Millionen Euro im Vorjahr.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Mai 2026 eine Dividende von 0,33 Euro je Aktie vor. Damit würde die Ausschüttung um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Ausschüttungsquote läge bei 30 Prozent des Konzerngewinns.

Optimistischer Ausblick bei steigender geopolitischer Unsicherheit

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Lufthansa Group erneut steigende Umsätze sowie eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses und der Marge. Geplant ist ein Kapazitätsausbau von rund vier Prozent im Passagiersegment sowie eine weitere Modernisierung der Flotte und der Ausbau von Premiumangeboten.

Allerdings sieht der Konzern eine erhöhte Prognoseunsicherheit aufgrund der geopolitischen Entwicklungen im Mittleren Osten. Die Situation im Golf von Hormuz könnte zu stärkeren Schwankungen an den Ölmärkten führen. Gleichzeitig verzeichnet die Gruppe eine steigende Nachfrage nach Langstreckenflügen, insbesondere nach Asien und Afrika. Daher prüft der Konzern eine Ausweitung von Frequenzen auf Strecken etwa nach Singapur, Indien, China und Südafrika.

Parallel erreicht die Flottenmodernisierung der Lufthansa Group in den kommenden zwei Jahren ihren Höhepunkt. Im Durchschnitt soll nahezu wöchentlich ein neues Flugzeug ausgeliefert werden. Bis Ende 2026 sollen rund 30 Prozent der Flotte aus Flugzeugen der neuesten Generation bestehen. Das Wachstum im Passagiergeschäft soll sich dabei vor allem auf Langstreckenverbindungen konzentrieren, während das Kurzstreckenangebot weitgehend stabil bleiben soll.

Quelle: PM Lufthansa/KI

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