Lufthansa Group schließt sich „Carbon Removal“-Initiative von Airbus an

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Sie gilt als vielversprechende Lösung für weniger CO2 in der Atmosphäre: Bei der sogenannten Direct Air Carbon Capture and Storage (DACCS)-Technologie wird CO2 aus der Luft gefiltert und dauerhaft gespeichert. Die Lufthansa Group hat sich früh mit der Erforschung dieses innovativen Verfahrens befasst und sieht es als ergänzendes Instrument in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

Jetzt hat die Lufthansa Group mit Airbus einen Vertrag über den Vorabkauf von verifizierten und dauerhaften Emissionsminderungsgutschriften für 40.000 Tonnen CO2 aus der DACCS-Technologie geschlossen. Die Zertifikate werden ab 2026 verfügbar sein und vom Airbus-Partner 1PointFive ausgestellt. Es wurde ein jährlicher Kauf sogenannter „carbon removal credits“ für 10.000 Tonnen CO2 über den Zeitraum von vier Jahren vereinbart. Die Unterzeichnung des Vertrags folgt auf eine gemeinsame Absichtserklärung aus dem Jahr 2022.

„Die Lufthansa Group setzt sich mit Nachdruck dafür ein, den Luftverkehr nachhaltiger zu gestalten und bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Dies beinhaltet Milliardeninvestitionen in die kontinuierliche Modernisierung unserer Flotte und unser starkes Engagement für nachhaltige Flugkraftstoffe. Technische Lösungen zur CO2-Entfernung aus der Atmosphäre wie fortschrittliche und direkte Verfahren zur Abscheidung und Speicherung von CO2 werden eine ergänzende Rolle bei der Erreichung unserer Dekarbonisierungsziele spielen“, sagt Caroline Drischel, Leiterin Corporate Responsibility der Lufthansa Group.

„Die Lufthansa Group war eines der ersten Luftfahrtunternehmen, das mit Airbus zusammengearbeitet hat, um das Potenzial von Lösungen zur direkten CO2-Abscheidung aus der Luft und -Speicherung zu erforschen“, sagt Nicolas Chrétien, Head of Environment & Sustainability bei Airbus. „Auf dem Weg der Luftfahrtindustrie zu Netto-Null-CO2-Emissionen bis 2050 wird die CO2-Abscheidung eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der verbleibenden Emissionen spielen. Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der Lufthansa Group einen Schritt weiterzugehen und die Dekarbonisierung des Luftverkehrs voranzutreiben.“

So funktioniert Direct Air Carbon Capture and Storage (DACCS)
DACCS, die direkte CO2-Abscheidung aus der Luft und -Speicherung, ist eine Technologie, bei der CO2-Emissionen mithilfe von Hochleistungsventilatoren direkt aus der Luft gefiltert werden. Sobald das CO2 aus der Luft entfernt ist, wird es dauerhaft in geologischen Reservoirs gespeichert. Zusätzlich zu den umfassenden Maßnahmen, die Unternehmen zur Reduktion der CO2-Emissionen ergreifen, ist die CO2-Abscheidung nach Angaben des Weltklimarats (IPCC) erforderlich, um das Erreichen der Netto-Null-Ziele zu unterstützen.

Darüber hinaus ist die „Direct Air Carbon Capture“-Technologie ein wichtiger Baustein für die Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen (Sustainable Aviation Fuel, SAF) der nächsten Generation. Bei der SAF-Produktion aus erneuerbaren Energien mit den innovativen Power-to-Liquid- oder Sun-to-Liquid-Technologien wird beispielsweise CO2 aus der Luft entfernt und im Herstellungsprozess weiterverarbeitet. Hierfür wird eine Direct Air Capture-Infrastruktur benötigt. In der Infrastruktur-Roadmap des Weltluftfahrtverbands IATA sind die Entwicklung und der Erfolg von nachhaltigen Flugkraftstoffen der nächsten Generation eng mit der Einführung von Direct Air Capture-Infrastrukturen verknüpft. Die Lufthansa Group ist an zahlreichen Initiativen beteiligt, um die vielversprechenden SAF-Technologien der nächsten Generation zur Marktreife zu bringen.

Die Partnerschaft von Airbus mit 1PointFive umfasst den Vorabkauf von Emissionsgutschriften über 400.000 Tonnen CO2, die über einen Zeitraum von vier Jahren gewährt werden. Das US-Unternehmen arbeitet eng mit führenden Organisationen zusammen, um praktische Wege zur Erreichung der globalen Klimaziele zu entwickeln.

Quelle: PM Lufthansa

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