Update: Lufthansa bietet Piloten Schlichtung vor neuer Streikwelle an

Werbung
Foto: Simon Pannock

Die Lufthansa will den für morgen (Donnerstag) erneut angesetzten Streik der Lufthansa-Piloten abwenden und bietet eine Schlichtung an.
Der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ist ein Schlichtungsangebot zum stark umstrittenen Punkt der Übergangsversorgung unterbreitet worden, heißt es von einer Lufthansa-Sprecherin. Bislang hat die Gewerkschaft auf das Angebot noch nicht reagiert. Daher gibt es zur Stunde auch noch keinen Schlichter.
Die Gewerkschaft VC hat für Donnerstagfrüh, drei Uhr zum Streik aller Cargo- und Langstreckenflüge aufgerufen. Es wäre der zehnte Streik der Lufthansa-Piloten in Folge.

Lufthansa hat die VC darüber hinaus zu Gesprächen zum Tarifvertrag Altersversorgung aufgefordert. Das Unternehmen hatte dem Wunsch der VC entsprochen, die beiden Versorgungstarifverträge Altersversorgung und Übergangsversorgung getrennt voneinander zu verhandeln und die Verhandlungen zur betrieblichen Altersversorgung erst nach den Verhandlungen zur Übergangsversorgung zu führen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen zur Übergangsversorgung, fordert Lufthansa die VC nun auf, die Gespräche zur betrieblichen Altersversorgung kurzfristig wieder aufzunehmen.


Werbung


Die Tarifgespräche zu den neuen Wings-Plattformen erklärt Lufthansa für gescheitert. Lufthansa hat die VC umfassend und frühzeitig über ihre Pläne zu Wings informiert. „Unser Ziel war immer ein Konsens. Allerdings kann dieser keine weitere Beschränkung unserer unternehmerischen Freiheit darstellen. In den letzten Monaten haben wir erneut erfahren müssen, wie schnell und dramatisch sich der Markt verändert. Wir müssen mit neuen Plattformen nachhaltig am Markt orientiert und schnell wettbewerbsfähig agieren können“, sagt Bettina Volkens. „Leider ist es uns trotz intensiver Gespräche, gerade auch in den letzten Wochen, nicht gelungen ein gemeinsames Verständnis zu finden. Vor diesem Hintergrund bedauern wir, dass wir die Verhandlungen und Gespräche zu den Wings-Plattformen als gescheitert ansehen müssen. Selbstverständlich sind wir jederzeit zu Gesprächen bereit“, so Volkens weiter.

Quelle: airportzentrale.de / PM Lufthansa