Leseprobe 33 – Flughäfen von oben

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Flughäfen von oben, das neue Buch von Andreas Fecker – Foto: Verlag

Drei Kilometer Autobahn bringen dich drei Kilometer weiter. Aber drei Kilometer Startbahn geben dir die ganze Welt. Bis sich jedoch ein Flugzeug auf der Startbahn aufstellen kann, benötigt es schon ein gerüttelt Maß an Infrastruktur: Von A wie Apron bis zu Z wie Zaun, vom Terminal bis zum Tanklager, von der Feuerwehr bis zum Forstwirt, vom, Tower bis zum Taxiway, und tausend andere Dinge mehr. Architekten übertrumpfen sich mit waghalsigen Gebäuden, elegant geschwungenen Dächern, schlanken Kontrolltürmen, denn Flughäfen sind Aushängeschilder der Leistungsfähigkeit einer Stadt, einer Region, eines Landes. China baute in drei Jahren einen der größten Flughäfen der Welt, während Berlin verzweifelt versucht, deutsche Bauauflagen zu erfüllen und seit Jahren unter den ungläubigen Augen der Weltöffentlichkeit die Eröffnungstermine verschiebt. Andererseits wird sich das Reich der Mitte kaum um Bürgerproteste scheren, während zumindest in Deutschland Juchtenkäfer und Mopsfledermäuse Milliardenprojekte stoppen können.

Flughäfen sind weitläufige, hochkomplexe Anlagen. Sie funktionieren meist derart reibungslos, dass der Passagier nichts davon mitkriegt, was hinter den Kulissen abläuft, während er am Schalter eincheckt und sich zum Flugsteig begibt.  Flughäfen sind Städte ohne Einwohner, in denen zigtausend Menschen Arbeit finden, es sind pulsierende Lebensquellen, oft 24 Stunden am Tag geöffnet. Flughäfen und deren Wachstum sind aber auch Zankäpfel, Reizthemen und Gegenstand von Anwohnerprotesten, besonders in Ballungszentren, obwohl genau diese Städte, die Wirtschaftsstandorte, ganze Regionen und Staaten auf sie angewiesen sind.


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Ohne Frage sind Flughäfen auch ökologische Faktoren. Allein der Frankfurter Flughafen hat eine Fläche von ca. 23 km², davon entfallen auf die versiegelten Betriebsflächen etwa 18 km². München beansprucht 16 km² Gesamtfläche.

Mein Beruf als Fluglotse und meine Arbeit als Buchautor haben mich schon zu vielen Flughäfen in allen Erdteilen geführt. Zu meinem Bedauern gönnt man uns Passagieren vor der Landung lediglich die begrenzte Sicht aus einem seitlichen Kabinenfenster. Mein Bedürfnis, all diese entgangenen Eindrücke visuell nachzuholen, kann ich in diesem Buch CO²-frei und klimaneutral nachholen und in Ruhe genießen. Ich lade Sie als Leser ein, mich zu begleiten.

Auszug aus „Flughäfen von oben„, Bildband von Andreas Fecker, Blick ins Buch

 

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