Immer wieder ein Thema: Schallschutz

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Foto: Pannock

Ob Düsseldorf, Frankfurt oder Berlin. Schallschutzfenster sind in direkter Nachbarschaft zum Airport immer wieder ein Thema. Erst Ende Januar wurde der zukünftige Hauptstadtflughafen dazu angewiesen mehr Lärmschutzfenster einbauen zu lassen (airportzentrale.de berichtete).

Auch andere Airports wie z.B. in Bremen kämpfen mit Lärmreduzierungen. Dazu hat der Flughafen Bremen Ende Oktober ein Schallschutzprogramm bis zum Jahr 2019 vorgestellt.

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Schallschutzfenster werden in Deutschland in der Regel in sechs Schallschutzklassen unterteilt. Je höher die Schutzklasse, desto höher ist die Lärmreduzierung. Die erste Klasse kann bis zu 29 dB Lärm zurückhalten. Klasse 6 mindestens 50dB.

Dabei sind diese Zahlen erst einmal relativ schwammig zu betrachten, da es neben der Isolierung der Fenster auch auf das Mauerwerk ankommt. Im Vorfeld korrekt zu berechnen um was für eine dB-Zahl der Lärm im Innentraum reduziert werden kann, hat sich erfahrungsgemäß als schwierig herausgestellt.
Andreas Fecker, Buchautor und Kolumnist von airportzentrale.de hat sich bereits ausgiebig mit dem Thema Fluglärm und Lärmschutz beschäftigt.

Die Kosten für Schallschutzfenster sind nicht zu vernachlässigen. Viele Bestandteile tragen zum Endpreis bei. Vom Glastyp, über Fensterrahmen bis hin zur Fensterform. Als Richtzahlen kann für die Schallschutzklasse 1 ein Preis von mind. 350 Euro anvisiert werden. Fenster der Klasse 3 sind nur selten unter 550 Euro zu haben.

Aufbau von Schallschutzfenstern
Nicht nur die Glasscheibe ist entscheiden sondern insbesondere die Anordnung. Grundsätzlich gilt: desto dicker ein Glas, desto besser der Schallschutz. Aber nicht unbedingt der Wärmeschutz. Durch fehlende Luftkammern kann die Wärmedämmung leiden. Daher werden häufig mehrere Kammern geschaffen und mit verschiedenen Glasstärken umrahmt. Auch sind spezielle Schallfolien häufig in den Schallschutzfenstern integriert. Genauso wie ein Schallschutz-Gas als Dämmstoff. Bei herkömmlichen Fenstern sind die Luftkammern leer bzw. mit Sauerstoff gefüllt. Spezielle Gase sind wendiger lärmdurchlässig und kommen bei höheren Schutzklassen häufig zum Einsatz.

Ist das Fenster erst einmal eingebaut, sollte einer höheren Lebensqualität nichts mehr im Wege stehen. Es sei denn, das Fenster ist irgendwann einmal nahezu lichtundurchlässig, da die Fensterscheibe nicht geputzt wurde, aber auch dafür gibt es Abhilfe, sofern man nicht selbst Hand anlegen möchte:

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