Hamburg Airport aktuell: Fluggesellschaften streichen zwei Drittel der Flüge

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Hamburg Airport im Überblick Foto: Flughafen Hamburg GmbH Copyright (c) Michael Penner

Der von der Gewerkschaft ver.di ausgerufene Streik für die Luftsicherheitsassistenten führt auch am zweiten Streiktag zu erheblichen Auswirkungen am Hamburg Airport: 114 von ursprünglich 179 geplanten Abflügen wurden bereits gestrichen. Auch 31 Ankünfte wurden aus dem Flugplan genommen (Stand: 11:00 Uhr). Schon am Donnerstag mussten Passagiere Wartezeiten von mehr als vier Stunden in Kauf nehmen, da lediglich zwei von 20 Kontrolllinien geöffnet waren. Im Laufe des Tages konnten von den geplanten 17.500 Passagieren nur 4.500 die Sicherheitskontrolle passieren. 13.000 Fluggäste mussten am Boden bleiben. Für heute sind ursprünglich etwa 20.000 Passagiere geplant.

Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, zum Streik: „Flughafen und Airlines sorgen gemeinsam dafür, dass die Auswirkungen nicht noch schlimmer ausfallen. Die Fluggesellschaften haben schnell reagiert und einen Großteil der Flüge gestrichen. Mitarbeiter von Flughafen, Fluglinien und den Unternehmen hier vor Ort kümmern sich im Terminal um die Passagiere, geben Informationen weiter und verteilen Snacks und Getränke. Es muss an dieser Stelle noch einmal gesagt werden: Passagiere, Airlines und der Flughafen sind in diesem Tarifstreit unbeteiligte Dritte. Der gesamten Branche entsteht ein hoher finanzieller Schaden, allein für den Hamburg Airport beläuft sich dieser bereits jetzt im hohen sechsstelligen Bereich pro Tag. Ich appelliere an die Vernunft der Tarifparteien, dass möglichst schnell eine Einigung erzielt wird, damit sich die Situation an den Flughäfen wieder entspannt.“

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Passagiere, die für heute, Freitag, 15. Februar, einen Flug ab Hamburg Airport geplant haben, werden gebeten, sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Flugstatus zu informieren. Bei weiteren Fragen zu Verspätungen, Umbuchungen etc. helfen die Hotlines der entsprechenden Fluggesellschaften weiter. Über den gesamten Tag wird es zu deutlichen Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen kommen. Derzeit sind 4 von 20 Kontrolllinien geöffnet.

Das Personal an den Passagierkontrollstellen am Hamburg Airport, die so genannten Luftsicherheitsassistenten, sind Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstleisters, die im Auftrag der Bundespolizei die Kontrolle der Flugpassagiere übernehmen.

Quelle: PM Hamburg Airport