Gewerkschaften UFO und IGL blicken mit Sorge auf airberlin-Lufthansa-Deal

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Lufthansa und airberlin – Foto: Simon Pannock

Die Industriegewerkschaft Luftverkehr (IGL) und die für das Kabinenpersonal zuständige Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) blicken mit Sorge auf die Übernahmegespräche zur Air Berlin mit der Deutschen Lufthansa AG.

„Eine Übernahme großer Teile der Air Berlin durch den Lufthansa Konzern birgt die Gefahr einer Monopolstellung im deutschen Luftverkehr“, gibt Sylvia De la Cruz im Namen der IGL zu bedenken.

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„Durch eine solche Stellung im deutschen Luftverkehr drohen Gefahren, die kaum zu überblicken sind. Wenn kleinere Wettbewerber um ihre Existenz fürchten müssen, sind Arbeitsplätze und der faire Wettbewerb in Gefahr. Es müssen nun endlich übergreifende Gespräche stattfinden, in denen die Interessen der Mitarbeiter aber auch der weiteren Anbieter auf dem Markt berücksichtigt werden“, ergänzt De la Cruz.

Der IGL, die als Industriegewerkschaft Mitarbeiter in allen Bereichen der Luftverkehrsbranche vertritt, ist vor allem wichtig, dass sozialverträgliche Lösungen für alle Beteiligten gefunden werden.

„Wir fordern, dass im Zuge der Suche nach einem oder mehreren neuen Eigentümern für Air Berlin die Qualität der Arbeitsplätze als essentielle Komponente in den Entscheidungsprozess einfließt“, erläutert UFO-Vorstandsvorsitzender Alexander Behrens.

„Profitinteressen auf Kosten der Beschäftigten dürfen keine Option sein. Investoren haben insbesondere eine soziale Verantwortung. Dieser müssen sie gerecht werden“, so Behrens abschließend.

Quelle: PM IGL