Fraport AG: Starke Fluggastzahlen steigern operative Geschäftszahlen 2022

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Foto: Simon Pannock / airportzentrale.de

Der Flughafenbetreiber Fraport hat Umsatz und operative Kennzahlen sowohl im dritten Quartal 2022 als auch im Neunmonatszeitraum deutlich gesteigert. Das Unternehmen profitierte von der hohen Nachfrage nach Flugreisen. Auch der Ausblick auf das vierte Quartal bleibt optimistisch. Fraport peilt für das Gesamtjahr 2022 das obere Ende aller gesetzten Prognosen an. So wird auch die Verkehrsentwicklung in Frankfurt im höheren Bereich der Spanne von 45 bis 50 Millionen Passagieren erwartet.

„Die Nachfrage hat sich in den zurückliegenden neun Monaten sehr dynamisch gesteigert. Nach einem verhaltenen Jahresstart durch die Omikron-Variante des Coronavirus hat das Aufkommen ab März bis in den Herbst stark zugelegt“, sagt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. „Das schnelle Wachstum wird durch eine hohe Nachfrage von Privatreisenden getragen. Davon profitieren insbesondere unsere internationalen Beteiligungsflughäfen in attraktiven Urlaubsregionen. Hier ragen unsere griechischen Airports hervor, die bereits in den ersten neun Monaten über dem Niveau von 2019 lagen. Im dritten Quartal konnten wir auch wieder deutlich beim Konzern-Ergebnis zulegen, das noch im ersten Halbjahr aufgrund der vollständigen Abschreibung des Russlandgeschäfts negativ ausfiel.“

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Starke Erholung des Passagierverkehrs

In den ersten neun Monaten erreichte der Flughafen Frankfurt ein kumuliertes Aufkommen von 35,9 Millionen Fluggästen. Nach einem schwachen Jahresstart bedingt durch die Omikron-Virusvariante legte die Nachfrage insbesondere von Privatreisenden dynamisch zu. In der Spitze lag das Aufkommenswachstum in mehreren Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Den Spitzenwert erreicht es mit mehr als 300 Prozent im April. Als Fazit zur Sommerreisewelle sagte Schulte: „Der extrem schnelle Hochlauf hat die gesamte Luftverkehrsbranche nach ihrer schwersten und längsten Krise vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. Dank frühzeitiger und enger Abstimmung mit unseren Partnern und gemeinsam getragener Maßnahmen haben wir rund 7,2 Millionen Reisenden in den hessischen Sommerferien einen weitgehend stabilen und geordneten Betrieb am Flughafen Frankfurt geboten. Das ist und bleibt uns sehr wichtig. Denn auch zukünftig wollen wir für eine gute Reise aller Fluggäste sorgen. Dazu bauen wir weiter mit Hochdruck operative Ressourcen auf. Allein in diesem Jahr haben wir bislang rund 1.800 Personen für die Gepäckabfertigung rekrutiert.“

Das Cargo-Aufkommen sank am Flughafen Frankfurt um 12,9 Prozent. Grund ist die gesamtwirtschaftliche Lage sowie die weiteren Einschränkungen des Luftraums durch den Ukraine-Krieg und umfassende Corona-Schutzmaßnahmen in China.

Das Fluggastaufkommen an den internationalen Beteiligungsflughäfen stieg ebenfalls stark an. Hier stachen besonders die 14 griechischen Flughäfen hervor. Sie lagen in den ersten neun Monaten um 3,1 Prozent über dem Vergleichsjahr 2019. Dass sich die überwiegend touristisch geprägten Beteiligungsairports schnell erholen, wird im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs deutlich: Hier erreichte das internationale Portfolio bereits rund 93 Prozent der Fluggäste im Vergleich zum dritten Quartal 2019. Frankfurt lag mit den wesentlich komplexeren Hub-Verkehren in diesem Zeitraum bei rund 74 Prozent.

Drittes Quartal: Konzern-Ergebnis legt deutlich zu

Die anhaltend hohe Passagiernachfrage in der Sommerreisezeit steigerte den Umsatz um 46,0 Prozent auf 925,6 Millionen Euro (Q3 2021: 633,8 Millionen Euro; jeweils bereinigt um Auftragserlöse aus Bau- und Ausbauleistungen an den internationalen Beteiligungsflughäfen gemäß IFRIC 12). Das EBITDA verbesserte sich auf 420,3 Millionen Euro und lag damit nur noch rund vier Prozent hinter dem Niveau von 2019 (Q3 2021: 288,6 Millionen Euro). Wesentlicher Treiber ist das internationale Geschäft, das im dritten Quartal mit einem Anteil von 62 Prozent einen neuen Höchstwert am EBITDA erreichte. Gestützt von den guten operativen Zahlen stieg das Konzern-Ergebnis um 47,4 Prozent auf 151,2 Millionen Euro (Q3 2021: 102,6 Millionen Euro).

Erste neun Monate 2022: Starker Umsatzanstieg

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wuchs der Konzern-Umsatz deutlich um 57,6 Prozent auf 2.137,4 Millionen Euro an (9M 2021: 1.356,6 Millionen Euro; jeweils bereinigt um IFRIC 12). Das EBITDA lag um 32,8 Prozent höher bei 828,6 Millionen Euro (9M 2021: 623,9 Millionen Euro). Bereinigt um die Sondereffekte in Höhe von rund 333 Millionen Euro beim operativen Ergebnis in den ersten neun Monaten 2021 hätte die diesjährige Steigerung höher als 100 Prozent gelegen. Auch das Konzern-Ergebnis profitiert mit 98,1 Millionen Euro von der guten operativen Entwicklung. Gegenüber dem Vorjahr lag das Konzern-Ergebnis 16,9 Prozent zurück (9M 2021: 118,0 Millionen Euro). Maßgeblich für den Rückgang ist die im ersten Halbjahr realisierte vollständige Abschreibung des Russlandgeschäfts in Höhe von 163,3 Millionen Euro. Sowohl der Anteilsverkauf an der chinesischen Beteiligung am Flughafen Xi’an (Ergebnis-Effekt rund 74 Millionen Euro) als auch eine im dritten Quartal gebuchte Kompensation aus Griechenland für Corona-bedingte Geschäftseinbußen im ersten Halbjahr 2021 (rund 24 Millionen Euro) konnten dies nicht annähernd kompensieren.

Ausblick: Oberes Niveau der Prognose erwartet

Entsprechend der guten Entwicklung in den ersten neun Monaten und dem stabilen Ausblick auf das vierte Quartal erwartet Fraport, dass die im Halbjahresbericht angepasste Prognose am oberen Ende erreicht wird: Bislang rechnet der Flughafenbetreiber in Frankfurt mit einem Jahresaufkommen von rund 45 bis etwa 50 Millionen Fluggästen. Der Umsatz wird für das laufende Geschäftsjahr leicht über 3 Milliarden Euro erwartet. Für das EBITDA liegt die Spanne bei rund 850 bis etwa 970 Millionen Euro. Das EBIT sieht Fraport bei rund 400 bis etwa 520 Millionen Euro. Der Prognosekorridor für das Konzern-Ergebnis reicht von null bis circa 100 Millionen Euro. Der Vorstand wird unverändert vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2022 keine Dividende auszuschütten.

Quelle: PM Fraport AG

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