Der Flughafenbetreiber Fraport AG hat im Geschäftsjahr 2025 zentrale Finanzkennzahlen gesteigert und erstmals seit 2018 wieder einen positiven Free Cash Flow erzielt.
Der Konzernumsatz (bereinigt um IFRIC 12) stieg um 8,2 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro. Das EBITDA erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis ging hingegen um 6,7 Prozent auf 468,1 Millionen Euro zurück, bedingt durch höhere Abschreibungen und Zinseffekte im Zusammenhang mit der Terminaleröffnung in Lima sowie einen Sondereffekt im Vorjahr durch den Verkauf des Russlandgeschäfts.
Der Free Cash Flow verbesserte sich deutlich von -674,7 Millionen Euro auf +24,4 Millionen Euro. Hintergrund sind die positive operative Entwicklung sowie rückläufige Investitionsausgaben infolge auslaufender Großprojekte, unter anderem in Frankfurt, Lima und Antalya. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu EBITDA sank von 6,4 auf 5,7.
Das Passagieraufkommen im Konzern erreichte 184 Millionen Fluggäste und lag damit erstmals leicht über dem Vorkrisenniveau von 2019 (+1 %). Wachstumstreiber waren insbesondere die internationalen Beteiligungen, darunter die griechischen Flughäfen (+23 % gegenüber 2019), Flughafen Antalya (+10 %) und Flughafen Lima (+8 %). Der Flughafen Frankfurt lag mit einem Rückstand von 10 Prozent weiterhin unter dem Niveau von 2019. Das Frachtaufkommen in Frankfurt stieg um 1,1 Prozent auf rund 2,1 Millionen Tonnen.
Für 2026 ist am Standort Frankfurt die Inbetriebnahme von Terminal 3 am 23. April geplant. Die neue Anlage schafft zusätzliche Kapazitäten für rund 19 Millionen Passagiere jährlich. Gleichzeitig stellt Fraport ab Juli 2026 am Standort Frankfurt vollständig auf Strom aus erneuerbaren Energien um.
Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Fraport ein Passagieraufkommen von 188 bis 195 Millionen im Konzern sowie 65 bis 66 Millionen in Frankfurt. Das EBITDA soll auf bis zu 1,5 Milliarden Euro steigen. Beim Konzernergebnis wird aufgrund höherer Abschreibungen und Zinsaufwendungen ein Rückgang auf 300 bis 400 Millionen Euro erwartet. Der Dividendenvorschlag für 2025 liegt bei 1,00 Euro je Aktie.
